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Steinbrück fordert Merkel heraus: Höhepunkte eines politischen Sommers

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Wahlplakate an jeder Straße. (Foto: picture alliance / dpa)

Wahlplakate an jeder Straße.

Wahlplakate an jeder Straße.

Wohin man auch tritt.

Man kann ihnen nicht entgehen.

Sie hängen wirklich überall.

Der Kampf um die Gunst der Wähler ist auf ihrem Höhepunkt angelangt. An diesem Wochenende entscheidet sich, wer künftig im Kanzleramt sitzt: Angela Merkel oder Peer Steinbrück. Eine gute Gelegenheit für einen Rückblick auf den politischen Sommer.

Nein, nicht so weit zurück...

Es geht natürlich um erinnerungswürdige Augenblicke des Wahlkampfes 2013 und der Amtsinhaberin von der CDU ...

... und ihres Herausforderers von der SPD.

Es gab viele kleine, unauffällige Auftritte. Kanzlerin Merkel gab eine Geschichtsstunde an einer Berliner Schule.

Ihr Thema vor der 12. Klasse des Heinrich-Schliemann-Gymnasiums in Prenzlauer Berg: der Mauerbau.

Herausforderer Steinbrück machte es sich ein wenig leichter. Auf dem Deutschlandfest der SPD am Brandenburger Tor las er Kindern (und Erwachsenen) aus dem Buch "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" vor.

Dafür hatte die Kanzlerin einen klaren Vorteil, als an Elbe und Donau die Pegelstände in die Höhe schnellten.

Als Regierungschefin kann man den Retter in der Not einfach viel glaubhafter mimen. Schließlich verfügt man über die Haushaltsmittel.

Zu einem Patt kam es beim TV-Duell. Zwar wusste Steinbrück mit seiner Rhetorik zu brillieren.

Die Sympathien der Wähler gewann aber die Kanzlerin - wieder einmal mit Details aus ihrem Privatleben. Sie fiel nicht wegen ihrer Argumente, sondern wegen ihrer Halskette in Schwarz, Rot und Gold auf.

Mit Einblicken in ihr Privatleben konnte die Kanzlerin auch sonst oft punkten. Sei es durch ihr Bekenntnis zur Kartoffelsuppe oder den gemeinsamen Kinobesuch mit ihrem Ehemann Joachim Sauer (l.) und Andreas Dresen beim DDR-Film "Die Legende von Paul und Paula".

Auch Steinbrück menschelte. Als seine Frau Gertrud auf dem Parteikonvent der Sozialdemokraten über die Last, die ihr Mann mit der Kanzlerkandidatur auf sich genommen hat, sprach,...

... trieb es dem 66-Jährigen die Tränen in die Augen.

Soweit kam es bei Merkel nie. Allzu große Emotionen zeigte sie selbst dann nicht, wenn bei schweren Verhandlungen die Zukunft Europas auf dem Spiel stand.

Das Image der Kanzlerin als Bewahrerin der Stabilität manifestierte sich in ihrer bekannten Geste: der Merkel-Raute.

Obwohl die Kanzlerin manch einen Bürger mit ihrer Ruhe und ihrer Scheu vor Konflikten einschläferte, ...

... und obwohl viele Bürger wenig von ihrem Koalitionspartner, Rainer Brüderle und seiner FDP, zu halten schienen, ...

... konnte Steinbrück Merkels Image der besonnenen Staatsfrau wenig anhaben. Trotz seiner Rednerqualitäten, ...

... seines Klartext-Prinzips ...

Für den Sozialdemokraten ist die Lage trotz etlicher Fans darum nicht sonderlich gut.

Würden die Deutschen ihren Regierungschef direkt wählen, die Siegerin hieße Demoskopen zufolge "Angie".

Erst am Sonntagabend wird sich allerdings zeigen, ob sie Recht behalten.

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