Politik

Ausschreitungen am Rand der Proteste in KairoHunderte demonstrieren gegen Mursi

18.05.2013, 02:33 Uhr
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Protestanten aus allen Bevölkerungsgruppen gingen gegen Mursi auf die Straße. (Foto: AP)

Der Regierungsstil des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi ist in Ägypten alles andere als beliebt. In Kairo protestieren am Freitag Hunderte Demonstranten für eine Verfassung, "die alle Ägypter vereint". Dabei kommt es auch zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Hunderte Ägypter haben in der Hauptstadt Kairo gegen den islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi demonstriert. Am Rande der Proteste nahe des zentralen Tahrir-Platzes gab es am Freitagabend sporadische Zusammenstöße mit der Polizei. Die meist jugendlichen Demonstranten warfen Molotov-Cocktails auf die Sicherheitskräfte, die mit Tränengasgranaten reagierten. Die Demonstranten forderten vorgezogene Präsidentschaftswahlen und eine Verfassung, "die alle Ägypter vereint". Die Behörden meldeten keine Verletzten.

Aufgerufen zu der Demonstration gegen Mursi und die islamistische Muslimbruderschaft hatten die oppositionelle Al-Dastur-Partei und die Bewegung 6. April. Diese hatte eine führende Rolle bei den Protesten gespielt, die im Februar 2011 zum Sturz des langjährigen Machthabers Husni Mubarak führten. Während der Demonstration sammelten Mitglieder der Kampagne Tamarrod (Rebellion) Unterschriften für den Rücktritt Mursis. Eigenen Angaben zufolge hat sie bereits mehr als zwei Millionen Unterschriften gesammelt.

Die Opposition wirft Mursi vor, allein die Interessen der Muslimbruderschaft zu vertreten. Zudem habe er rund ein Jahr nach seiner Wahl es nicht geschafft, der schweren Wirtschaftskrise zu begegnen, in der Ägypten seit dem Sturz Mubaraks steckt. Seit der Wahl Mursis im Juni 2012 gibt es immer wieder teils blutige Zusammenstöße zwischen seinen Anhängern und Gegnern sowie den Sicherheitskräften.

Quelle: ntv.de, AFP