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Politikwechsel à la Syriza: Hunderttausend demonstrieren in Madrid

Test bestanden: Die neue spanische Linkspartei bringt mindestens 100.000 Menschen auf die Straßen Madrids. Sie demonstrieren friedlich für einen Politikwechsel - nach dem Vorbild Griechenlands.

Mindestens 100.000 Anhänger der spanischen Linkspartei Podemos sind in Madrid aus Protest gegen die Sparpolitik auf die Straße gegangen. "Ja, es ist möglich!", riefen die Demonstranten bei dem "Marsch für Veränderung" im Zentrum der spanischen Hauptstadt. Die erst vor einem Jahr gegründete linkspopulistische Partei will bei der Parlamentswahl im November den Erfolg von Syriza in Griechenland nachmachen und die Regierungsmacht erobern.

Die Menschen demonstrieren gegen den Sparkurs der Regierung.
Die Menschen demonstrieren gegen den Sparkurs der Regierung.(Foto: dpa)

Demonstranten trugen Transparente mit Slogans wie "Allgemeines Grundeinkommen" und "Ticktack, Ticktack, die Stunde der Veränderung ist da". "Viele Leute sind sich einig, dass wir Veränderung brauchen. Es ist genug mit dem Stehlen und damit, dass die Korrupten alles nehmen und wir nichts dagegen tun können", sagte die 23-jährige arbeitslose Lehrerin Dori Sanchez, die für die Demonstration aus Manovar im Südosten Spaniens nach Madrid gereist war.

Laut Podemos wurden 260 Busse gemietet, um die Anhänger aus dem ganzen Land nach Madrid zu bringen. Hunderte Einwohner meldeten sich, um Demonstranten für die Nacht zu beherbergen. Podemos-Führer Pablo Iglesias tritt für einen drastischen Kurswechsel in der spanischen Politik ein. Während des Wahlkampfs in Griechenland unterstützte der 36-jährige Dozent für Politikwissenschaften den griechischen Syriza-Vorsitzenden Alexis Tsipras.

Inzwischen liegt Podemos in einigen Umfragen für die Parlamentswahl im November vor der regierenden konservativen Volkspartei von Ministerpräsident Mariano Rajoy und der oppositionellen Sozialistischen Partei in Führung. Rajoy warnte die Spanier eindringlich davor, "russisches Roulette" zu spielen, indem sie für Podemos stimmten, das ihnen "die Sterne vom Himmel verspricht", seine Versprechen aber nicht halten könne.

Quelle: n-tv.de

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