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Der Angeklagte Nils D. legte im Prozess ein umfassendes Geständnis ab.
Der Angeklagte Nils D. legte im Prozess ein umfassendes Geständnis ab.(Foto: dpa)

Mitglied des IS-"Sturmtrupps": IS-Terrorist aus Dinslaken verurteilt

Im Prozess gibt der 25-Jährige zu, für den IS gekämpft zu haben. Gleichzeitig beteuert er, er habe sich inzwischen von der Terrormiliz gelöst. Die Richterin bezweifelt, dass er die Wahrheit sagt. Nun muss er ins Gefängnis.

Wegen Mitgliedschaft in der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat das Oberlandesgericht Düsseldorf den deutschen Konvertiten Nils D. zu vier Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Die Bundesanwaltschaft hatte für den 25-Jährigen vier Jahre und neun Monate Haft beantragt. Er habe der Terrormiliz die Treue geschworen und ihr gedient.

Der 25-Jährige aus dem nordrhein-westfälischen Dinslaken hatte gestanden, als Mitglied des sogenannten Sturmtrupps des IS Menschen verhaftet und Folter-Gefängnisse bewacht zu haben. Zu den Aufgaben gehörte es auch, Deserteure festzunehmen.

D. hatte in dem Prozess ausführlich zu der Dschihadistenmiliz ausgesagt und sich von ihr distanziert. Allerdings meldete die Vorsitzende Richterin während der Hauptverhandlung im Hochsicherheitstrakt des Düsseldorfer Gerichts Zweifel an, dass er sich tatsächlich vollständig vom IS gelöst habe.

Der Verurteilte hatte sich 2013 der Dinslakener Dschihadistengruppe "Lohberger Brigade" angeschlossen. Die Gruppe von Salafisten hatte sich aus Dinslaken-Lohberg nach Syrien abgesetzt. D. hielt sich dort bis Ende 2014 auf. Von April bis November soll er in die IS-Spezialeinheit eingebunden gewesen sein.

Quelle: n-tv.de

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