Politik
Im Osten Syriens hält ein Kämpfer der sunnitischen Sannadid-Einheit die Stellung gegen den Islamischen Staat, der sich in der Region ausbreitet.
Im Osten Syriens hält ein Kämpfer der sunnitischen Sannadid-Einheit die Stellung gegen den Islamischen Staat, der sich in der Region ausbreitet.(Foto: imago/Sebastian Backhaus)

Entführungen und Massaker : IS tötet 130 Menschen in ostsyrischer Provinz

In der Provinz Dair as-Saur im Osten Syrien fallen erneut Zivilisten dem IS zum Opfer. Menschenrechtler berichten von etlichen Toten. Die Terrormiliz ringt brutal um die Kontrolle über die Region. Erst vor kurzem waren neue Gebietsgewinne bekannt geworden.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat in Ostsyrien ein Massaker angerichtet und mindestens 130 Menschen getötet. Nahe der von den Dschihadisten eingeschlossenen Stadt Dair as-Saur seien 85 Zivilisten exekutiert worden, zudem seien bei Gefechten am Samstag mindestens 50 Kämpfer des Regimes gestorben. Das teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in der Nacht mit. Weitere 400 Personen seien vom IS entführt worden.

Unter den Entführten seien auch Frauen und Kinder, erklärte der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman. Sie seien aus dem Vorort Al-Baghalijeh und umliegenden Gebieten in vom IS kontrollierte Gebiete gebracht worden. Dair as-Saur und die gleichnamige syrische Provinz stehen mit Ausnahme einiger Gebiete unter Kontrolle des Islamischen Staates. Die Belagerung der Stadt begann vor etwa einem Jahr.

Am Samstag hatte die Beobachtungsstelle mitgeteilt, der IS sei in den Norden von Dair as-Saur vorgerückt und habe den Vorort Al-Baghalijeh eingenommen. Damit kontrolliere der IS nunmehr 60 Prozent der Provinz. Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle beruft sich auf ein dichtes Netz von Aktivisten in Syrien. Ihre Angaben können wegen der unübersichtlichen Lage in dem Konfliktgebiet von unabhängiger Seite nur schwer überprüft werden.

Quelle: n-tv.de

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