Politik

Sabotage und Cyber-TerrorIT-Experte schlägt Alarm

06.03.2012, 13:30 Uhr

Schon der Stuxnet-Virus zeigt: Angriffe auf Industrieanlagen im Internet können gefährlich effektiv sein. IT- Sicherheitsexperte Kaspersky warnt nun eindringlich vor Cyberterror. Attacken auf Kraftwerke oder Verkehrsinfrastruktur seien die größte zukünftige Gefahr aus dem Netz. Er habe viele Szenarien im Kopf, die er sich gar nicht erst ausmalen wolle, so Kaspersky.

Der russische IT-Sicherheitsexperte Eugene Kaspersky hat auf der CeBIT ein internationales Abkommen gegen Cyberterror gefordert. Mögliche Angriffe auf Kraftwerke oder Verkehrsinfrastruktur seien die größte zukünftige Gefahr aus dem Netz, warnte der Moskauer Virenjäger. Deswegen müsse die Weltgemeinschaft ähnliche Sicherheitsmechanismen schaffen wie bisher gegen die Verbreitung von Atom- oder Chemiewaffen.

Der bisher bekannteste Angriff auf Industrieanlagen war der , der wahrscheinlich das iranische Atomprogramm sabotieren sollte. Er fürchte sich vor allem vor einem misslungenen Stuxnet-Nachbau, der durch eventuelle Fehler im Computercode ungewollt weltweit die Infrastruktur durcheinanderbringen könnte, sagte Kaspersky.

"Nach meinen 20 Jahren in dem Geschäft habe ich viele Szenarien im Kopf, die ich mir gar nicht erst ausmalen will. Und manche davon sind wirklich einfach zu bewerkstelligen", mahnte der Gründer der Sicherheitssoftwarefirma Kaspersky Lab. Auch für Angreifer seien solche Viren aber ein unkontrollierbares Sicherheitsrisiko: "Cyberwaffen sind ein , der früher oder später auf den Urheber zurückfallen wird."

Quelle: ntv.de, dpa