Politik
Von Sonn- und Feiertagsarbeit betroffen waren zuletzt 6,1 Millionen Deutsche.
Von Sonn- und Feiertagsarbeit betroffen waren zuletzt 6,1 Millionen Deutsche.(Foto: imago/McPHOTO)
Mittwoch, 20. September 2017

Grüne fordern mehr Mitsprache: Immer mehr arbeiten an Sonn- und Feiertagen

Immer mehr Menschen müssen regelmäßig sonntags oder an Feiertagen arbeiten. Das ist schlecht für Familie, Freundschaften und Gesundheit, argumentieren die Grünen. Sie fordern mehr Mitsprache der Betroffenen und verbindliche Zuschläge.

Sonntagsarbeit ist in den vergangenen Jahren in Deutschland üblicher geworden. Die Zahl der Erwerbstätigen, die an diesem Tag ständig oder regelmäßig arbeiten, stieg zwischen 2013 und 2016 um 5,2 Prozent auf knapp 6,1 Millionen, wie aus einer Antwort der Regierung auf eine Anfrage der Grünen hervorgeht.

Bei den abhängig Beschäftigten wuchs die Zahl der Sonntags- und Feiertagsarbeiter in dem fraglichen Zeitraum sogar um 7,3 Prozent, wie die Grünen mitteilten. "Diesen Trend beobachte ich mit Sorge und halte ihn aus familiären, gesellschaftlichen, aber auch aus gesundheitlichen Gründen für bedenklich", sagte Müller-Gemmeke.

Arbeitsfreie Wochenenden und Feiertage seien nicht nur für die Erholung gedacht, sondern auch für die gemeinsame Zeit mit Familie und Freunden da, fuhr Müller-Gemmeke fort. Die Grünen forderten daher einen höheren Einfluss der Beschäftigten darauf, wann sie arbeiten.

Die Partei spreche sich außerdem für einen "verbindlichen Zuschlag" für Sonntagsarbeit und Einsätze an Feiertagen aus, erklärte die Politikerin. Auf die Frage der Grünen, wie viele Beschäftigte in dem genannten Zeitraum für ihre Arbeit Sonn- und Feiertagszuschläge erhielten, antwortete die Regierung, man habe keine Informationen aus amtlichen Statistiken dazu vorliegen.

Quelle: n-tv.de

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