Politik
Polizisten und Soldaten waren in den vergangenen Jahren immer wieder Ziel von Anschlägen in Frankreich.
Polizisten und Soldaten waren in den vergangenen Jahren immer wieder Ziel von Anschlägen in Frankreich.(Foto: AP)

Chronik der vergangenen Jahre: Immer wieder Angriffe auf Sicherheitskräfte

Der Anschlag auf Pariser Polizisten auf den Champs Elysées ist ein Schock - doch solche Attacken kamen in den vergangenen fünf Jahren immer wieder vor. Seit 2012 gab es mindestens acht solcher Angriffe.

Drei Tage vor Beginn der französischen Präsidentschaftswahl hat es auf den Champs-Elysées einen Angriff auf Polizisten gegeben. In Frankreich wurden in den vergangenen fünf Jahren immer wieder Sicherheitskräfte von Islamisten angegriffen:

März 2012: Südfrankreich

Der Islamist Mohamed Merah ermordet bei zwei Attacken in Toulouse und Montauban in Südfrankreich drei Soldaten. Einige Tage später tötet er vor einer jüdischen Schule drei Kinder und einen Lehrer. Merah wird später von Polizisten erschossen.

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25. Mai 2013: Pariser Geschäftsviertel La Défense

Bei einer Patrouille im Pariser Geschäftsviertel La Défense wird ein Soldat von einem Konvertiten angegriffen und mit einem Teppichmesser verletzt. Der einige Tage später festgenommene Angreifer gibt an, im Namen seiner religiösen Ideologie gehandelt zu haben. Er wird aber als nicht schuldfähig eingestuft und in die Psychiatrie eingewiesen.

8. Januar 2015: Montrouge bei Paris

Einen Tag nach dem Anschlag auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo" erschießt der Islamist Amédy Coulibaly - ein Komplize der "Charlie Hebdo"-Angreifer - im Pariser Vorort Montrouge eine unbewaffnete Gemeindepolizistin. Am folgenden Tag tötet er bei einer Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt vier Menschen, bevor er von Elitepolizisten erschossen wird.

3. Februar 2015: Nizza

Ein mit einem Messer bewaffneter Mann greift im südfranzösischen Nizza drei Soldaten an, die vor einem jüdischen Gemeindezentrum Wache stehen. In Verhören bringt er seinen Hass gegen Frankreich, Soldaten und Juden zum Ausdruck.

7. Januar 2016: Paris

Am Jahrestag des Anschlags auf "Charlie Hebdo" greift ein mit einem Metzgerbeil bewaffneter Mann ein Polizeirevier in Paris an und wird erschossen. Er trägt ein Schreiben bei sich, in dem er dem Islamischen Staat (IS) die Treue schwört.

13. Juni 2016: Magnanville bei Paris

Wenige Tage nach Beginn der Fußball-EM in Frankreich ersticht ein Islamist im nahe Paris gelegenen Magnanville einen Polizisten und dessen Lebensgefährtin. In einem Video bekennt der später erschossene Angreifer sich zum IS.

3. Februar 2017: Paris

Mit einer Machete attackiert ein Mann in der Nähe des Pariser Louvre-Museums eine Militärpatrouille. Ein Soldat wird leicht verletzt, ein anderer Soldat verletzt den Angreifer durch Schüsse schwer.

18. März 2017: Paris

Der mehrfach vorbestrafte Franzose Ziyed Ben Belgacem greift auf dem Flughafen Orly bei Paris eine Soldatenpatrouille an. Er attackiert im Süd-Terminal eine Soldatin, hält ihr einen Schrotrevolver an die Schläfe und bedroht auch zwei andere Soldaten. Die anderen Soldaten feuern auf den 39-Jährigen, als sie freie Schussbahn haben. Er rief nach Angaben der Staatanwaltschaft, er wolle für "Allah" sterben, bevor er erschossen wurde.

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Quelle: n-tv.de

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