Politik

Venezuela will mit Benzin aushelfenIran baut Sanktionen vor

07.09.2009, 07:52 Uhr

Der Iran kann zur Abwehr drohender Sanktionen im Streit über sein Atomprogramm offenbar auf die Hilfe Venezuelas bauen.

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Zwei gute Freunde im Kampf gegen den Westen: Hugo Chavez und Mahmud Ahmadinedschad. (Foto: dpa)

Laut der Nachrichtenagentur Irna sagte Venezuelas Präsident Hugo Chavez dem Iran Benzinlieferungen von täglich 20.000 Barrel zu. Die Lieferungen könnten schon im Oktober beginnen. Venezuela könne damit im Iran gekaufte Maschinen und Technologie bezahlen. Der Iran ist zwar einer der größten Erdölexporteure der Welt, aber wegen zu geringer Raffineriekapazitäten muss das Land bis zu 40 Prozent seines Benzinbedarfs importieren. Derzeit drohen dem Iran wegen seines Atomprogramms neue Sanktionen. Dabei ist auch eine Einschränkung der Benzin-Einfuhren im Gespräch.

Die Zeit läuft ab

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Proteste von Exil-Iranern in Hamburg. Das Ölland Iran hatte Benzin rationieren müssen. (Foto: picture-alliance/ dpa)

US-Präsident Barack Obama hat der Islamischen Republik bis Ende September Zeit für neue Gespräche gegeben. Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Die Führung in Teheran bestreitet das zwar, hat aber auch keine internationalen Kontrollen seiner Atomanlagen zugelassen. Am Wochenende kündigte der Iran allerdings an, in den nächsten Tagen den fünf ständigen UN-Sicherheitsratsmitgliedern und Deutschland neue Vorschläge als Grundlage für Verhandlungen vorzulegen.

Quelle: rts