Politik
Nadelöhr der weltweiten Schifffahrt: die Straße von Hormus.
Nadelöhr der weltweiten Schifffahrt: die Straße von Hormus.(Foto: picture alliance / dpa)
Sonntag, 26. Februar 2017

Auf vielbefahrenem Seeweg: Iran beginnt Manöver

Die Straße von Hormus ist einer der wichtigsten Handelswege für Rohöl. Immer wieder veranstaltet der Iran dort Manöver - auch in diesem Jahr. Dabei soll es um den Kampf gegen Terrorismus und Piraterie gehen.

Der Iran hat inmitten wachsender Spannungen mit der neuen US-Regierung seine jährlichen Seemanöver begonnen. Geübt werden solle dabei insbesondere der Kampf gegen den Terrorismus und die Piraterie, sagte Konteradmiral Habibollah Sadschdschari laut staatlichen Medien.

Das Manövergebiet umfasst die Straße von Hormus, den Golf von Oman, die Straße von Ban el-Mandab und Teile des nördlichen Indischen Ozeans. Daran beteiligt sind nach offiziellen Angaben Schiffe der Marine, U-Boote und Hubschrauber. Durch die Seegebiete werden täglich Millionen Barrel Rohöl Richtung Europa, die USA und Asien transportiert. Die in der Region stationierte fünfte US-Flotte sichert diese Schifffahrtswege.

Seit der Amtsübernahme von Präsident Donald Trump im Januar hat sich der Ton zwischen beiden Ländern deutlich verschärft. Nach einem iranischen Raketentest Ende Januar hatte Trump erklärt, die Islamische Republik spiele mit dem Feuer. Zudem verhängte er neue Sanktionen gegen den Iran.

Ruhani tritt erneut an

Derweil wird Irans Präsident Hassan Ruhani für eine zweite vierjährige Amtszeit antreten. Das gab Vizepräsident Hussein-Ali Amiri bekannt. Bis jetzt hatten sich weder Ruhani noch das Präsidialamt zu dem Thema geäußert. Die Präsidentschaftswahl findet am 19. Mai statt.

Der 68 Jahre alte Ruhani gehört zum Reformlager. Die anderen beiden großen Lager, die Hardliner sowie die Konservativen, suchen noch nach geeigneten Gegenkandidaten. Nach Einschätzung von Kommentatoren hat jedoch keiner der bislang genannten möglichen Kandidaten eine reelle Chance, die Wiederwahl Ruhanis zu gefährden.

Die Opposition hofft, dass sich vor der Wahl außenpolitische Spannungen - dabei insbesondere mit der US-Regierung - verschärfen und die Wirtschaft nicht wie erwartet von der Umsetzung des Atomabkommens mit dem Westen profitiert. Beides könnte zum Scheitern von Ruhanis moderatem Kurs und zu einem politischen Comeback der Hardliner und Konservativen an die Macht führen.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen