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Präsident Ahmadinedschad besichtigt die Uran-Anreicherungsanlage in Natans.
Präsident Ahmadinedschad besichtigt die Uran-Anreicherungsanlage in Natans.(Foto: ASSOCIATED PRESS)

3000 neue Zentrifugen: Iran beschleunigt Anreicherung

Es soll nur darum gehen, ältere Zentrifugen zu ersetzen, und die Uran-Anreicherung diene rein zivilen Zwecken. So die Worte aus Teheran. Fest steht: Der Iran weitet sein Atomprogramm stetig aus. Der IAEA-Verwaltungsrat kommt am Montag zusammen, um das iranische Atomprogramm zu erörtern.

Einen Tag vor der Sitzung des IAEA-Gouverneursrats hat der Iran den baldigen Einsatz von 3000 neuen Zentrifugen zur Beschleunigung der Uran-Anreicherung bekanntgegeben. Die Zentrifugen seien bereits gebaut und würden ältere Modelle ersetzen, sagt der Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Ferejdun Abbasi. Zum Einsatzort der neuen Geräte - Natans oder Fordo - gibt es keine Angaben.

Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA hatte in einem Bericht im vergangenen Monat Bezug auf die neuen Zentrifugen genommen, allerdings keine Zahlen genannt. An diesem Montag trifft sich der IAEA-Gouverneursrat in Wien.

Ein paar Kilo fehlen noch

Der Iran steht im Verdacht, heimlich an Atomwaffen zu arbeiten. Vor allem Israel sieht sich angesichts zahlreicher Vernichtungsdrohungen der iranischen Führung durch das Nuklearprogramm bedroht. Die Regierung in Teheran weist die Vorwürfe zurück und erklärt, das Programm diene rein zivilen Zwecken. Allerdings hat der Iran unabhängige Kontrollen seiner Atomanlagen in der Vergangenheit immer wieder behindert und damit Zweifel an seinen friedlichen Absichten genährt.

Dies belegte auch ein Bericht der UN-Atomaufsicht IAEA. Demnach hat der Iran sein Atomprogramm zuletzt ausgeweitet und 180 moderne Zentrifugen in der Anlage bei Natans installiert. Seinen Vorrat an auf 20 Prozent angereichertem Uran erhöhte der Iran demnach auf 167 Kilogramm. Als Ausgangsmaterial für den Bau einer Atombombe werden in der Regel 240 bis 250 Kilogramm benötigt.

Quelle: n-tv.de

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