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Luftbildaufnahme des Militärkomplexes von Parchin: Die internationale Gemeinschaft vermutet hier Hinweise auf die militärische Dimension des iranischen Atomprogramms.
Luftbildaufnahme des Militärkomplexes von Parchin: Die internationale Gemeinschaft vermutet hier Hinweise auf die militärische Dimension des iranischen Atomprogramms.(Foto: ASSOCIATED PRESS)

IAEA kehrt mit leeren Händen zurück: Iran nicht zu Inspektionen bereit

Die Verhandlungen der Atomenergiebehörde mit dem Iran befinden sich in einer Sackgasse. Teheran will nicht zulassen, dass sich internationale Inspekteure strittige Militäranlagen ansehen. Die IAEA will jedoch den Dialog nicht abreißen lassen.

Im Atomstreit mit dem Iran zeichnet sich weiterhin keine Lösung ab. Das sagte der Leiter einer Delegation der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Herman Nackaerts, nachdem er von Gesprächen mit Vertretern der iranischen Führung zurückgekehrt ist.

Nun sei es an der Zeit zu überlegen, wie die Verhandlungen weitergeführt würden. Es sei noch mehr Zeit nötig, die Gespräche sollen aber nicht beendet werden.

Bei dem eintägigen Treffen in Teheran habe man sich auf keinen Zeitplan zur Untersuchung mutmaßlicher Atomwaffenprojekte einigen können, sagte Nackaerts. "Wir werden weiter hart daran arbeiten, die bestehenden Unterschiede zu lösen."

Zähe Gespräche

Auch der Zugang zur umstrittenen Militäranlage Parchin, der im Vorfeld des Besuchs vom Iran in Aussicht gestellt wurde, ist den Inspekteuren erneut verwehrt worden. Ziel des Treffens war es, ein Rahmenabkommen zu vereinbaren, das die Inspektion des mutmaßlich militärischen Atomprogramms des Landes ermöglicht.

Die seit über einem Jahr laufenden Gespräche blieben bislang erfolglos. Ein Termin für ein neues Treffen sei noch nicht vereinbart worden, sagte Nackaerts. Der Iran steht im Verdacht, heimlich an Atomwaffen zu arbeiten. Die Regierung in Teheran weist dies zurück. Sie hat mehrfach erklärt, ihr Programm diene rein zivilen Zwecken.

Quelle: n-tv.de

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