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Irans Präsident Hassan Ruhani sieht die Gespräche mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping als Gipfeltreffen.
Irans Präsident Hassan Ruhani sieht die Gespräche mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping als Gipfeltreffen.(Foto: AP)

Strategische Partnerschaft: Iran und China wollen zwei Akw bauen

Nach dem Ende der internationalen Sanktionen will sich der Iran modernisieren. Dazu plant es den Bau von zwei Atomkraftwerken. Die Regierung lässt keine Zweifel daran, dass sie dabei auf Freunde aus "schlechten Zeiten" setzt.

Der Iran plant mit China den Bau von zwei Atomkraftwerken im Land. "Bei dem Treffen der beiden Präsidenten in der Hauptstadt Teheran werden die Details besprochen", sagte Atomchef Ali-Akbar Salehi der Nachrichtenagentur Irna. Präsident Hassan Ruhani und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping treffen sich an diesem Wochenende in Teheran.

Nach der Umsetzung des Atomabkommens am Wochenende in Wien plant der Iran nun auch Atomprojekte mit internationaler Beteiligung. Nach Angaben von Salehi sind neben China und Russland auch europäische Länder sowie Japan und Südkorea an einer solchen Zusammenarbeit interessiert.

Nach den Worten von Präsident Ruhani genießt China jedoch eine privilegierte Rolle im Iran. "Wir vergessen nie die Freunde, die auch in schlechten Zeiten zu uns standen", sagte der Kleriker. Daher habe China - nicht nur als führender Handelspartner - eine strategische Bedeutung für den Iran. Die bilateralen Beziehungen sollen daher bei dem Gipfeltreffen in Teheran noch weiter ausgebaut werden, so Ruhani.

Gelder nicht mehr eingefroren

Mit dem Ende der Sanktionen kann der Iran unterdessen nach eigenen Angaben wieder über rund 32 Milliarden Dollar (29,3 Milliarden Euro) verfügen, die bisher bei internationalen Banken blockiert waren. Wie der Präsident der iranischen Zentralbank, Valiollah Seif, laut Staatsfernsehen mitteilte, werden davon 28 Milliarden Dollar an die Zentralbank gehen und vier Milliarden Dollar an den Staat.

Nach Angaben von Seif könnten die Mittel genutzt werden, um nötige Güter zu importieren. Er halte es aber nicht für notwendig, das Geld zurück in den Iran zu transferieren. Die Milliarden würden "auf sicheren Konten" angelegt, sagte er.

Nach jahrzehntelangem Streit um das iranische Atomprogramm war am vergangenen Wochenende das historische Atomabkommen zwischen dem Iran und den UN-Vetomächten sowie Deutschland in Kraft getreten. Der Westen hob daraufhin seine Sanktionen gegen das Land auf. Unternehmen hoffen nun auf Geschäfte mit dem Iran.

Quelle: n-tv.de

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