Samstag, 07. November 2009
Keine Bewegung im Atomstreit: Iran will Uran nicht abgeben
Der Iran unter Präsident Ahmadinedschad behauptet, Uran nur für zivile Zwecke anzureichern. Im Westen stößt dies jedoch auf Skepsis.
(Foto: dpa)
Der Iran will nach Angaben eines Abgeordneten sein Uran nicht wie von der internationalen Gemeinschaft vorgeschlagen im Ausland anreichern lassen. "Wir wollen unser bereits angereichertes Uran nicht abgeben", sagte der Vorsitzende des einflussreichen Parlamentskomitees für Nationale Sicherheit, Alaeddin Borujerdi, der Nachrichtenagentur ISNA. Diese Option gebe es nicht, Teheran suche deshalb derzeit nach einer anderen Lösung.
Russlands Präsident Dmitri Medwedew drohte Teheran unterdessen bereits offen mit Sanktionen. Wenn sich der Iran nicht bewege, könnten Sanktionen nicht ausgeschlossen werden, sagte Medwedew laut vom Kreml verbreiteten Äußerungen.
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hatte unlängst als Kompromiss im Atomstreit vorgeschlagen, dass Teheran bis zum Jahresende 1200 seiner 1500 Kilogramm leicht angereicherten Urans zur weiteren Anreicherung für Forschungszwecke nach Russland liefern soll. So soll verhindert werden, dass der Iran das Uran selbst anreichert. Eine offizielle Antwort hat Teheran auf diesen Vorschlag bisher nicht gegeben. Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung Atomwaffen bauen zu wollen.
AFP
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