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Mit dem überraschenden Stimmgewinn der Gemäßigten im Parlament wird Präsident Rohani in seiner Politik unterstützt.
Mit dem überraschenden Stimmgewinn der Gemäßigten im Parlament wird Präsident Rohani in seiner Politik unterstützt.(Foto: REUTERS)

Präsident Rohani bestärkt: Irans Hardliner werden abgestraft

Seit 2013 ist Hassan Rohani iranischer Präsident. Die Konservativen versuchten seitdem immer wieder, seine Politik im Parlament zu hintertreiben. Doch das Volk unterstützt ihn. Und zeigt das auch bei den Wahlen.

Bei der Parlamentswahl im Iran haben die Reformer und Gemäßigten um Präsident Hassan Rohani laut einem Teilergebnis alle Sitze für die Hauptstadt Teheran geholt. Die Liste "Hoffnung" habe alle 30 zu vergebenden Parlamentssitze für Teheran gewonnen, berichtete das Staatsfernsehen nach der Auszählung von 90 Prozent der Stimmen. Acht Frauen aus der Hauptstadt wurden demnach ins Parlament gewählt.

Bislang waren im 290-köpfigen iranischen Parlament sämtliche Teheraner Sitze von Konservativen besetzt gewesen. Die Rohani-treue Liste "Hoffnung", die von dem Reformer und früheren Vizepräsidenten Mohammed Resa Arif angeführt wird, verdrängte nun den Angaben zufolge den bestplatzierten konservativen Kandidaten Gholam-Ali Hadad Adel. Nach einer Teilauszählung vom Samstagabend hatte Adel noch Aussichten auf einen Sitz im Parlament gehabt. Nun lag er 6000 Stimmen hinter dem Kandidaten auf Platz 30.

In den anderen Landesteilen, in denen insgesamt 260 Parlamentssitze zu vergeben waren, waren die Stimmen zwischen den Konservativen, dem Rohani-Lager und den unabhängigen Kandidaten gleichmäßiger verteilt.

Konservative störten Rohanis Politik

Mit dem Sieg in Teheran holte sich Rohani jedoch einen deutlichen Rückhalt für seine Politik der Öffnung. In den vergangenen Jahren hatte das von den Konservativen dominierte Parlament immer wieder Reformen blockiert oder - wie im Fall der Atomverhandlungen - Rohanis Politik zu hintertreiben versucht.

Gewählt wurde am Freitag auch der 88-köpfige Expertenrat, der im Falle des Todes des geistlichen Oberhaupts Ayatollah Ali Chamenei dessen Nachfolger wählen würde. Nach einer Teilauszählung dominierte in Teheran auch bei der Wahl zum Expertenrat das Lager der Reformer und Gemäßigten. Demnach wurden unter anderen Ruhani und der mit ihm verbündete Ex-Präsident Akbar Haschemi Rafsandschani in das einflussreiche Gremium gewählt.

Quelle: n-tv.de

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