Freitag, 06. November 2009
Lieber kaufen als produzieren: Irans Weg zu Uran
Irans Präsident Ahmadinedschad hat sich ungewöhnlich offen darüber geäußert, wie sein Land gedenkt, an das für sein Atomprogramm benötigte Uran zu kommen.Der Iran will das für seinen Forschungsreaktor in Teheran benötigte Uran am liebsten von einem anderen Land kaufen und ist zu erneuten Verhandlungen bereit. Präsident Mahmud Ahmadinedschad sagte im türkischen Fernsehen, der Iran sei zwar in der Lage, den Kernbrennstoff selbst zu produzieren. "Wir bevorzugen aber, ihn zu kaufen."
Teheran benötige um 20 Prozent angereichertes Uran und habe der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) gesagt, dieses kaufen zu wollen. Der Iran werde aber nur mit der IAEA über dieses Thema sprechen, sagte er.
Die IAEA hatte im Oktober einen Kompromissvorschlag vorgelegt, wonach der Iran bis zum Jahresende 1200 seiner 1500 Kilogramm leicht angereicherten Urans zur weiteren Anreicherung nach Russland und Frankreich liefern soll. So soll verhindert werden, dass der Iran das Uran selbst anreichert. Eine endgültige Antwort aus Teheran steht noch aus. Der Iran fordert weitere Verhandlungen über den Schlichtungsvorschlag und fürchtet unter anderem, dass Brennstoff-Lieferungen nicht eingehalten werden.
AFP
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