Donnerstag, 22. Mai 2008
"Those f***ers": Irlands Premier schimpft
Mit einem derben Fluch hat der neue irische Premierminister Brian Cowen für Aufregung im Parlament gesorgt.
Der Anfang Mai gewählte Taoiseach - so heißt der Regierungschef in Irland - hatte am Mittwoch nach einem Wortgefecht mit Oppositionspolitikern im Parlament gegenüber seiner Stellvertreterin Mary Coughlan von "those fuckers" - frei übersetzt: diesen Arschlöchern - gesprochen, was durch ein Mikrofon für alle Parlamentarier zu hören war.
Dan Neville von der oppositionellen Fine Gael warf Cowen in einer Erklärung "aggressives und schikanierendes Verhalten" vor. Cowens versehentlich öffentliche Äußerung zeige seine "Intoleranz gegenüber schwierigen Fragen", kritisierte Neville.
Cowens Sprecher wies die Kritik zurück. Nevilles Darstellung sei "vollkommen ungenau" und "bewusst boshaft". Die Beschimpfung habe sich anders als von Neville dargestellt keinesfalls auf Fine-Gael-Politiker bezogen, sondern sei im Rahmen eines Privatgesprächs geäußert worden. Allerdings bedaure der Premierminister es, wenn er mit dem "saloppen Wortwechsel unter Arbeitskollegen" Anstoß erregt habe, sagte der Sprecher weiter.
Gesundheitsministerin Mary Harney verteidigte Cowen. Der 48-jährige Regierungschef sei "eine unverblümte Person", erklärte sie. "Ich würde sagen, es gibt wenige Leute in der Opposition, die noch nicht hin und wieder unangemessene Worte verwendet haben." Im Protokoll des Parlaments wurde Cowens verbaler Ausrutscher nicht vermerkt.
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