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Rund 17.000 Menschenleben hat der Konflikt in Nigeria bisher gekostet.
Rund 17.000 Menschenleben hat der Konflikt in Nigeria bisher gekostet.(Foto: REUTERS)

Angriff von Boko Haram: Islamisten ermorden 30 Dorfbewohner

Mit Messern und Schusswaffen fallen Boko-Haram-Milizionäre in zwei Dörfer im Nordosten Nigerias ein. Mindestens 30 Bewohnern schneiden sie die Kehle durch und rauben die Siedlungen aus.

Bei Angriffen von mutmaßlichen Boko-Haram-Extremisten auf zwei Dörfer im Nordosten Nigerias sind laut Sicherheitskreisen mindestens 30 Menschen getötet worden. Die islamistischen Milizionäre seien mit Schusswaffen und Messern bewaffnet auf Motorrädern und in Kleinbussen in die Dörfer Yakshari und Kachifa gefahren, sagte der Mitarbeiter einer örtlichen Wachtruppe, die das Militär unterstützt.

Die Angreifer hätten den Bewohnern die Kehlen durchgeschnitten und Lebensmittel und Vieh geraubt. "Wir gehen davon aus, dass es dieselben Bewaffneten waren, die beide Dörfer attackierten", sagte der Wachmann, Mustapha Karimbe.

Boko Haram kämpft seit 2009 für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Mehr als 17.000 Menschen wurden getötet und 2,6 Millionen Menschen in die Flucht getrieben. Der Konflikt weitete sich auf die Nachbarländer Kamerun, Tschad und Niger aus. Im März 2015 leistete Boko Haram der im Irak und in Syrien kämpfenden Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) den Treueschwur.

Quelle: n-tv.de

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