Sonntag, 05. September 2010
"Reaktion auf Zwischenfälle": Israel bombardiert Gazastreifen
Die israelische Luftwaffe fliegt einen Angriff auf die Schmugglertunnel im südlichen Gazastreifen: Es sei eine Reaktion auf "Sicherheitszwischenfälle" in der vergangenen Woche, sagt eine Sprecherin. Bei der Militäraktion stirbt mindestens ein Palästinenser.Bei israelischen Luftangriffen auf Schmugglertunnel im südlichen Gazastreifen ist mindestens ein Palästinenser getötet worden. Aus dem Krankenhaus in Rafah an der Grenze zu Ägypten verlautete, ein weiterer Palästinenser werde noch vermisst. Zwei wurden verletzt. Eine israelische Armeesprecherin bestätigte, die Luftwaffe habe insgesamt drei Ziele angegriffen. Israel habe damit auf Sicherheitszwischenfälle in der vergangenen Woche reagiert.
Die Palästinenser hätten einen der Tunnel für Waffenschmuggel missbraucht, sagte die Sprecherin. Stunden vor dem israelischen Angriff hatten militante Palästinenser Israel mit einer Rakete beschossen. Insgesamt seien seit Jahresbeginn mehr als 100 Raketen und Mörsergranaten auf israelisches Gebiet abgefeuert worden, teilte die Armee mit.
Hamas bekennt sich zu Anschlägen
Bei zwei Anschlägen im Westjordanland waren am Dienstag und Mittwoch vier israelische Siedler getötet und ein Ehepaar verletzt worden. Zu den Taten bekannte sich der bewaffnete Flügel der radikal-islamischen Hamas, die den Gazastreifen beherrscht.
Am Donnerstag hatten in Washington die ersten direkten Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern seit fast zwei Jahren stattgefunden. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas bekräftigten, gegen den Widerstand radikaler Kräfte im eigenen Lager innerhalb eines Jahres eine Friedenslösung erreichen zu wollen.
dpa
Hintergründe zur Nachricht
Bilderserien zur Nachricht
Politik
-
Syrische Exilanten bespitzelt?
U-Haft für mutmaßliche Spione
-
"Es geht um Qualität"
Parteien bremsen Bufdi-Euphorie
-
Angst vor dem Schnitt
Grüne bekämpfen Genitalverstümmelung
-
"Keine Infos herausgeben!"
Staatsanwalt prüft Wulffs Urlaub
-
Genitalverstümmelung auch in Deutschland
"Ich bin noch immer traumatisiert"
-
Umstrittener Deal mit Kasachstan
Industrie kommt an Rohstoffe
-
Italiens Gewissen meldet sich zurück
Savianos Kampf geht weiter
-
Arabische Liga zieht ganz ab
Assad-Regime mordet weiter
-
Phänomenologie des Petzens
SPD will Whistleblower schützen
-
Streit um lukrative Abfälle
Kommunen werden bevorzugt
-
Santorums Durchbruch
Drei Siege, die nichts ändern
-
Zahl der Studienanfänger unterschätzt
Hochschulen fehlen Milliarden
