Politik
Der Bau von Siedlungen auf besetzten Palästinensergebieten wird von der Uno als illegal veruteilt.
Der Bau von Siedlungen auf besetzten Palästinensergebieten wird von der Uno als illegal veruteilt.(Foto: picture alliance / Atef Safadi/E)
Donnerstag, 08. Juni 2017

Mehr als Tausend neue Wohnungen: Israel provoziert mit weiterem Siedlungsbau

Ungeachtet internationaler Kritik setzt sich Israel weiter in besetzten palästinensischen Gebieten fest. Dem Bericht einer Nichtregierungsorganisation zufolge ist nun der Bau von 1500 weiteren Siedlungswohnungen genehmigt worden.

Israel will nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Peace Now weitere 1500 Siedlerwohnungen im besetzten Westjordanland bauen. Damit seien in den vergangenen zwei Tagen mehr als 3000 Wohneinheiten vorläufig gebilligt worden, sagte ein Sprecher der NGO. Der Siedlungsbau ist einer der größten Streitpunkte zwischen Israelis und Palästinensern.

Die Siedlungspläne befinden sich in unterschiedlichen Phasen. Sie müssen immer auch vom Planungsausschuss des Verteidigungsministeriums gebilligt werden. Die Wohneinheiten gehören zu verschiedenen Siedlungen. Von den israelischen Behörden war zunächst keine Reaktion auf den Bericht zu bekommen.

In den vergangenen Jahren waren bestehende jüdische Siedlungen durch den Bau neuer Wohnungen immer weiter ausgeweitet worden. Derzeit leben mehr als 600.000 Siedler im seit 1967 besetzten Westjordanland und im von Israel annektierten Ost-Jerusalem. Ein Teil der Siedlungen wurde mit ausdrücklicher Genehmigung der Regierung errichtet, doch auch die sogenannten wilden Siedlungen werden von der Regierung weitgehend geduldet.

Die Uno betrachtet dagegen sämtliche Siedlungen in den besetzten Palästinensergebieten als illegal. International wird der israelische Siedlungsbau zudem als eines der größten Hindernisse für eine dauerhafte Friedenslösung im Nahost-Konflikt angesehen, weil die Wohnungen auf Land errichtet wurden, das die Palästinenser für ihren Staat beanspruchen.

Quelle: n-tv.de

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