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Unter den Opfern der neuerlichen Anschäge in Istanbul befanden sich viele Israelis.
Unter den Opfern der neuerlichen Anschäge in Istanbul befanden sich viele Israelis.(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

"Konkrete hohe Gefahr": Israel rät Bürgern zu Ausreise aus Türkei

Laut dem Bericht eines türkischen Fernsehsenders gibt es konkrete Anschlagspläne auf jüdische Einrichtungen in der Türkei. Israels Regierung reagiert umgehend. Schon bei vergangenen Anschlägen waren häufig israelische Staatsbürger unter den Opfern.

Israel hat seine Bürger aufgefordert, angesichts drohender Terroranschläge die Türkei umgehend zu verlassen. Israels Nationaler Sicherheitsrat verschärfte nach einer Beratung eine bereits bestehende Reisewarnung für israelische Bürger. Es bestehe in der ganzen Türkei eine "konkrete hohe Gefahr" neuer Anschläge der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf Touristen, darunter auch Israelis.

Ein Selbstmordattentäter hatte am 19. März auf einer belebten Einkaufsstraße in Istanbul vier Menschen mit in den Tod gerissen, darunter drei Israelis. Zehn von rund 40 Verletzten waren ebenfalls Israelis. Der Anschlag beweise "hohe Fähigkeiten" des Terrornetzwerks in der Türkei, hieß es in der Mitteilung des Sicherheitsrats.

Die türkische Polizeidirektion hatte nach Angaben des Senders CNN Türk vor Anschlägen aus dem Umfeld der Terrormiliz IS auf jüdische und christliche Einrichtungen während der Osterfeiertage gewarnt. Die Bevölkerung sei vor allem in der Hauptstadt Ankara zu besonderer Achtsamkeit aufgerufen. CNN Türk berichtete weiter, die Polizeipräsenz um sensible Orte wie Synagogen und Kirchen sei verstärkt worden.

Quelle: n-tv.de

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