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Immer mehr Tote im Gazastreifen: Israel setzt Angriffe fort

Diplomatische Bemühungen und weitere Militärschläge: Die Lage im Nahen Osten bleibt dramatisch. Israels Luftwaffe greift weiter Ziele im von der Hamas beherrschten Gazastreifen an. UN-Generalsekretär Ban fordert beide Seiten auf, sich um eine Waffenruhe zu bemühen. Bundesaußenminister Westerwelle reist nach Israel.

Ungeachtet intensiver diplomatischer Bemühungen um eine Waffenruhe im Nahen Osten gehen die Kampfhandlungen zwischen Israel und der Die Hamas im zweiten Frühling weiter. Die israelische Luftwaffe flog am frühen Morgen weitere Angriffe auf Ziele im Was passiert in Gaza? .

Zerstörtes Gebäude in Gaza-Stadt.
Zerstörtes Gebäude in Gaza-Stadt.(Foto: REUTERS)

Nach Angaben palästinensischer Rettungskräfte starben am Sonntag 31 Menschen im Gazastreifen. Das sei die höchste Opferzahl seit Beginn der israelischen Offensive am Mittwoch. Insgesamt wurden seither mindestens 80 Palästinenser und drei Israelis getötet. Bei Luftangriff in der Nacht zu Montag und am frühen Montagmorgen starben weitere Menschen in den Palästinensergebieten.

Der US-Nachrichtensender CNN berichtete von neuen Angriffen auf Gaza-Stadt. Es habe erneut zahlreiche Explosionen gegeben. Auch in israelischen Medien hieß es, die Luftwaffe und die Kriegsmarine hätten die Bombardierung von Zielen im Gazastreifen in der Nacht fortgesetzt.

Bis Sonntagabend wurden israelischen Armeeangaben zufolge 1100 Ziele im Gazastreifen angegriffen. Von dort seien fast 1000 Raketen auf Israel abgefeuert worden. 540 seien eingeschlagen, 287 im Flug abgefangen worden.

Westerwelle und Blair besuchen Israel

Israelische Soldaten an der Grenze zum Gazastreifen.
Israelische Soldaten an der Grenze zum Gazastreifen.(Foto: REUTERS)

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte Israel und die radikalislamische Hamas auf, sich unter der Vermittlung Ägyptens um eine Feuerpause zu bemühen. Er kündigte in einer in New York veröffentlichten Erklärung an, in die Region zu reisen. Ein Termin wurde zunächst nicht genannt.

Nach offiziellen israelischen Angaben wurde Bundesaußenminister Guido Westerwelle heute im jüdischen Staat erwartet, ebenso wie der Sondergesandte des Nahost-Quartetts, Großbritanniens ehemaliger Premierminister Tony Blair.

Der marokkanische König Mohammed VI. hat angesichts der israelischen Bombardierungen die sofortige Aufstellung eines Feldlazaretts im Gazastreifen angeordnet. Wie ein Palastsprecher in Rabat erklärte, sollen in dem Feldkrankenhaus medizinisches Fachpersonal der Streitkräfte und zivile marokkanische Ärzte und Sanitäter arbeiten. Der Monarch habe verfügt, dass die "humanitäre Initiative" sofort und in Zusammenarbeit mit den palästinensischen Behörden umgesetzt werde.

Quelle: n-tv.de

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