Dienstag, 30. Dezember 2008
Ägyptisch-türkischer Friedensplan: Israel winkt ab
Ägypten und die Türkei haben bei einer Pressekonferenz in Ankara einen Plan zur Beendigung der Kämpfe im Gazastreifen vorgelegt. Israel und die Hamas sollten ihre gegenseitigen Angriffe einstellen. Dann solle Israel die Grenzübergänge öffnen, wobei es dafür "internationale Garantien" geben müsse. Der türkische Außenminister Ali Babacan warnte vor einer "Eskalation" in der ganzen Region, falls Israel nicht sofort seine Luftangriffe einstelle, bei denen schon über 360 Palästinenser ihr Leben lassen mussten.
Der ägyptische Außenminister Aboul Gheit sagte nach seiner Rückkehr aus Ankara in Kairo, dass die Türkei und Ägypten sich auf die "Notwendigkeit einer sofortigen Feuereinstellung" geeinigt hätten. Er schlug vor, dass arabische und europäische Beobachter eingesetzt werden sollten, um zu überwachen, dass sich Israel und die Hamas an eine Waffenruhe halten.
Der Regierungssprecher Mark Regev sagte auf Anfrage, dass Israel weiter handeln werde und die Operation fortsetzen wolle, bis eine "neue Sicherheits-Wirklichkeit" entstanden sei und israelische Bürger nicht mehr angegriffen würden. Auf die Frage, wie er denn nun zu dem türkisch-ägyptischen Plan stehe, erwiderte er diplomatisch: "Ich habe alles gesagt, was ich sagen wollte."
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