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In Japan werden zum Tode Verurteilte gehängt.
In Japan werden zum Tode Verurteilte gehängt.(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Töten von Staats wegen: Japan richtet erneut hin

Neben den USA ist Japan das einzige demokratische Land, in dem die Todesstrafe noch zur Anwendung kommt. Nach einem hoffnungsvollen Jahr 2011 vollstreckt die Justiz des Landes im vergangenen Jahr wieder Urteile. Und auch 2013 tötet der Staat Japan wieder Menschen.

Die japanischen Behörden haben drei zum Tod verurteilte Häftlinge hingerichtet. Sie seien "nach eingehender Prüfung" ihrer Fälle gehenkt worden, weil sie Morde "von extremer Grausamkeit" begangen hätten, sagte Justizminister Sadakazu Tanigaki. Einer von ihnen, ein 44 Jahre alter Mann, hatte demnach im Jahr 2004 ein siebenjähriges Mädchen getötet und ein Foto des Opfers an dessen Mutter geschickt. Zudem seien zwei weitere Männer im Alter von 29 und 62 Jahren hingerichtet worden.

Zuletzt wurde in Japan im September ein Todesurteil vollstreckt. Damals waren zwei Häftlinge hingerichtet worden, eine 65-jährige Frau wegen Beteiligung an sechs Morden im Zuge von Ritualen zur Teufelsaustreibung um das Jahr 1995 herum und ein 39 Jahre alter Mann wegen Raubmords an einem Paar im Jahr 2003. Insgesamt saßen zuletzt 137 zum Tod Verurteilte in japanischen Gefängnissen.

Neben den USA ist Japan der einzige demokratische Industriestaat, der noch Todesurteile verhängt und vollstreckt. Dagegen gibt es regelmäßig Proteste europäischer Regierungen und von Menschenrechtsgruppen. Im Jahr 2011 gab es in Japan erstmals seit rund zwei Jahrzehnten keine Hinrichtungen. Im vergangenen Jahr wurden sieben Menschen hingerichtet.

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Quelle: n-tv.de

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