Freitag, 15. Februar 2008
Ende der schlechten Laune: Jiabao lädt Merkel ein
Die Eiszeit zwischen Deutschland und China ist nun auch auf der Ebene der Regierungsspitzen beigelegt. Nach Angaben der Bundesregierung drückten Kanzlerin Angela Merkel und ihr chinesischer Kollege Wen Jiabao bei einem ausführlichen Telefonat den Wunsch nach einer Intensivierung der Beziehungen aus.
Wie Regierungssprecher Ulrich Wilhelm mitteilte, kamen Merkel und Wen überein, die bilateralen Beziehungen und den gegenseitigen Besuchsaustausch zu verstärken. Wen habe Merkel zum Europa-Asien-Treffen im Herbst in Peking eingeladen, so Wilhelm. Auch die Dialogforen beider Länder sollten fortgesetzt werden. Merkel bestätigte das Festhalten Deutschlands an der "Ein-China-Politik", "an der auch gelegentliche Meinungsverschiedenheiten nichts änderten", erklärte Wilhelm.
China lud deutsche Politiker zu einem Besuch nach Tibet ein. Dabei könnten sie sich ein eigenes Bild des Landes machen, sagte Jiabao. Vor der Beilegung der Spannungen hatte die Bundesregierung auf die weitere Förderung von Kultur und Religion der Tibeter gedrängt, deren geistlicher Führer der Dalai Lama ist.
Die Beziehungen waren nach Merkels Empfang des Dalai Lama im Kanzleramt monatelang schwer belastet. China hatte Treffen mit deutschen Politikern und den Dialog über Rechtsstaatsfragen abgesagt. Die Regierung in Peking betrachtet den Empfang des Dalai Lama als Aufwertung der politischen Forderungen Tibets. Die Außenminister beider Länder hatten den Konflikt nach langen Beratungen im Januar für beigelegt erklärt. Vorausgegangen war die deutsche Zusage, Unabhängigkeitsbestrebungen Tibets oder Taiwans von China nicht zu unterstützen.
Hintergründe zur Nachricht
Bilderserien zur Nachricht
Politik
-
Milliarden-Überschüsse angehäuft
Kassen warnen von Jojo-Effekt
-
Gedenken an Bombennacht 1945
Dresden wehrt sich gegen Rechts
-
E10 und anderer Biosprit
Zweifel am Klima-Nutzen bleibt
-
Explosion in Neu Delhi
Anschläge auf Israels Botschaften
-
Deutscher und Italiener entführt
Taliban bekennen sich
-
Stresstest für Atommüll-Zwischenlager
Mauer soll Terroristen abhalten
-
Graue Eminenz des Kongo
Kabila-Berater stirbt bei Absturz
-
Grüne und Piraten legen zu
FDP laufen die Mitglieder davon
-
Iran rüstet Schiffe auf
USA fürchten Selbstmordattacken
-
Blauhelme nach Syrien?
Russland reagiert skeptisch
-
Kleine Runde beim Berlinale-Empfang
Filmszene lässt Wulff im Stich
-
Mission ist beendet
Arabische Liga bricht mit Syrien
