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Samstag, 27. Dezember 2008

Opfer der "Tunnelwirtschaft": Junger Schmuggler getötet

Beim Einsturz von zwei Schmugglertunneln unter der Grenze vom Gazastreifen zu Ägypten ist ein 24-jähriger Palästinenser getötet worden. Vier weitere Männer seien verletzt worden, teilten palästinensische Sicherheitskräfte in der Grenzstadt Rafah mit.

Bei ähnlichen Unfällen sind in diesem Jahr schon mehr als 50 Palästinenser ums Leben gekommen. Nach palästinensischen Angaben sollen 600 Tunnel existieren. Hunderte neue würden von palästinensischen Geschäftsleuten finanziert. Die israelische Armee geht von 200 bis 300 Schmugglertunneln aus.

"Tunnelwirtschaft" sichert Überleben

Die "Tunnelwirtschaft" ist zu einer Lebensader für die rund 1,5 Millionen Palästinenser im Gazastreifen geworden. Wegen der seit 18 Monaten währenden israelischen Handels- und Wirtschaftssanktionen sowie der oft tagelangen vollständigen Abriegelung werden immer mehr Waren durch die Schmugglertunnel in den Gazastreifen gebracht. Außer Zigaretten, Kleidung und Lebensmitteln sind vor allem Treibstoff und elektrische Geräte gefragt. Nach Angaben der israelischen Armee bringt die radikal-islamische Hamas, die seit anderthalb Jahren den Gazastreifen kontrolliert, auch Waffen, Raketen sowie Bargeld durch die Tunnel in den Gazastreifen.

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