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Als "Mauerläufer" wurde er bekannt: John Runnings 1986 bei einem Balanceakt auf der Berliner Mauer.
Als "Mauerläufer" wurde er bekannt: John Runnings 1986 bei einem Balanceakt auf der Berliner Mauer.(Foto: dpa)

25. Jahrestag des Mauerfalls: Kaum jemand zeigt Interesse

Die Bilder vom Mauerfall im November 1989 gingen um die Welt. Nun steht der 25. Jahrestag des historischen Ereignisses bevor. Bei den Vorbereitungen macht aber kaum jemand mit.

Wowereit an der Mauer-Gedenkstätte an der Bernauer Straße.
Wowereit an der Mauer-Gedenkstätte an der Bernauer Straße.(Foto: dpa)

Rund sieben Monate vor dem 25. Jahrestag des Mauerfalls hat Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit mehr Einsatz vom Bund gefordert. "Der Mauerfall und die Wiedervereinigung haben sich nicht nur in Berlin abgespielt - deshalb sind Gedenktage wie der 9. November auch eine nationale Aufgabe", sagte Wowereit. Berlin sei mit seinen eigenen Vorbereitungen schon sehr weit, doch konkrete Planungen des Bundes stünden noch aus.

"Bei Kanzlerin Angela Merkel gab es auch in der Vergangenheit nicht unbedingt den Drang, Jahrestage wie diesen groß zu zelebrieren", meinte der SPD-Politiker. Immerhin sei der Bund mittlerweile so weit, "dass er dieses Thema erörtert". Welche Staatsgäste zum 25. Jahrestag des Mauerfalls kommen, wisse Berlin aber noch nicht, so der Berliner Regierungschef. "Wir warten auf Entscheidungen."

Das Jubiläum habe hohe Aufmerksamkeit in der ganzen Welt, sagte der SPD-Politiker. Neben der Erinnerung an den 9. November 1989 könnte laut Wowereit gezeigt werden, wie sich Deutschland seitdem entwickelt hat.

Berlin erwartet Ansturm

Die etwa 155 Kilometer lange Mauer teilte Berlin mehr als 28 Jahre. Die Stadt will zum Jubiläum mit einer Lichtinstallation ihren Verlauf auf einer Länge von rund zwölf Kilometern nachbilden. Tausende leuchtende Ballons sollen in den Abendhimmel aufsteigen. Im Gespräch ist auch ein Festakt im Konzerthaus am Gendarmenmarkt.

Hunderttausende Besucher werden in der deutschen Hauptstadt erwartet. Zum 20. Jahrestag des Mauerfalls im Jahr 2009 ließ Berlin symbolisch eine Reihe aus 1000 bemalten Riesen-Dominosteinen in der City einstürzen.

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Quelle: n-tv.de

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