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Politik

Mittwoch, 25. November 2009

"Netzwerk männlicher Führer": Keine Gewalt gegen Frauen

Mit Hilfe führender Persönlichkeiten aus Politik, Kirche und Kultur will UN-Generalsekretär Ban Ki Moon der Gewalt gegen Frauen ein Ende setzen.
Eine junge Frau aus Nigeria im internationalen Frauenhaus in Düsseldorf.

Eine junge Frau aus Nigeria im internationalen Frauenhaus in Düsseldorf.
(Foto: dpa)

Dazu stellte er in New York das "Netzwerk männlicher Führer" vor. Die neue Initiative soll das Bewusstsein für Gewaltakte wecken, die Frauen meistens durch ihre Ehemänner, Liebhaber oder Familienmitglieder erleiden. Sie soll außerdem für Gesetze sorgen, die Gewalt gegen Frauen in allen Ländern verbieten und angemessen bestrafen.

Laut Ban werden fast 70 Prozent der Frauen in aller Welt irgendwann im Laufe ihres Lebens von Männern gewaltsam angegriffen.

Dem "Netzwerk männlicher Führer" gehören bereits 14 bedeutende Persönlichkeiten an, darunter Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodríguez, Friedensnobelpreisträger und Erzbischof Desmond Tutu (Südafrika), der norwegische Justizminister Knut Storberget, der italienische Außenminister Franco Frattini, der brasilianische Schriftsteller Paulo Coelho und mehrere Ex-Präsidenten. Sie alle hätten sich im Kampf gegen die Gewalt gegen Frauen verdient gemacht, sagte Ban.

Ban appellierte an Jungen und Männern in aller Welt, sich der Aktion anzuschließen. "Gewalt gegen Mädchen und Frauen wird nicht eher ausgerottet sein, bis wir alle uns weigern, sie länger zu tolerieren."

Der  UN-Chef forderte: "Wenn ihr Zeugen von Gewalt gegen Frauen oder Mädchen werdet: Bleibt nicht passiv. Handelt und tretet gegen die Gewalt ein. Vereint euch, um etwas zu verändern." Das Netzwerk wurde anlässlich des Internationalen Tags der Beseitigung der Gewalt gegen Frauen am 25. November gegründet.

dpa/AFP

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