Mittwoch, 02. November 2005
Müssen leider draußen bleiben: Keine UN-Visite in Guantanamo
US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat Menschenrechtsexperten der Vereinten Nationen untersagt, Häftlinge im Gefangenenlager Guantanamo in Kuba zu treffen. Die US-Regierung werde nicht von ihrer Politik abrücken, anderen Organisationen als dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz Zugang zu den Häftlingen zu gewähren, sagte Rumsfeld in Washington. UN-Beobachter hatten zuvor erklärt, sie würden nur dann einer Einladung der USA nach Guantanamo folgen, wenn sie dort mit Häftlingen sprechen dürften.
Menschenrechtler haben die USA wiederholt wegen der zeitlich unbegrenzten Inhaftierung der Gefangenen in Guantanamo kritisiert. Derzeit werden dort 505 Menschen unter Terrorverdacht festgehalten. Entlassene Gefangene haben berichtet, sie seien gefoltert worden. Dies hat das US-Militär stets bestritten.
Rumsfeld bestätigte, dass sich derzeit Häftlinge im Hungerstreik befinden. Nach Angaben ihrer Anwälte wollen sie damit auf die Haftbedingungen und fehlende Rechte aufmerksam machen. Rumsfeld sagte, den Häftlingen gehe es vor allem darum die Aufmerksamkeit der internationalen Medien auf sich zu lenken.
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