Politik
Präsident Uhuru Kenyatta (l.) und sein Stellvertreter William Ruto freuen sich über ihren Wahlsieg.
Präsident Uhuru Kenyatta (l.) und sein Stellvertreter William Ruto freuen sich über ihren Wahlsieg.(Foto: REUTERS)
Freitag, 11. August 2017

Präsidentschaftswahl in Kenia: Kenyatta gewinnt, Opposition wettert

Drei Tage nach der Abstimmung steht der Sieger endlich fest: Amtsinhaber Uhuru Kenyatta ist der neue alte Präsident von Kenia. Doch die Opposition spricht nach der Auszählung der Stimmen von Betrug und Manipulation.

Kenias Staatschef Uhuru Kenyatta hat die hart umkämpfte Präsidentschaftswahl gewonnen. Er habe 54,27 Prozent der Stimmen erhalten, teilte die Wahlkommission mit. Damit sicherte sich der seit 2013 amtierende 55-Jährige eine zweite Amtszeit. Sein Herausforderer Raila Odinga erhielt Chebukati zufolge 44,74 Prozent der Stimmen. Nach Verkündung der Ergebnisse kam es in der Hauptstadt Nairobi sowie anderen Teilen des Landes zu Protesten von Unterstützern der Opposition.

Die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am Dienstag waren nach Angaben von Polizei und Wahlbehörde weitgehend friedlich verlaufen. Allerdings sprach Odinga bereits vor Verkündung der Ergebnisse von "Betrug" und sagte unter anderem, die Datenbank der Wahlkommission sei gehackt und zugunsten seines Kontrahenten manipuliert worden. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin verwies jedoch darauf, dass alle internationalen Wahlbeobachter den bisherigen Wahlprozess als "transparent und korrekt" beurteilt hätten.

Nach den vorletzten Wahlen 2007 war eine Welle der Gewalt ausgebrochen, die mehr als 1000 Menschen das Leben kostete und rund 150.000 in die Flucht trieb.

Neben dem Präsidenten und den beiden Kammern des Parlaments wählten die Kenianer am Dienstag in den 47 Verwaltungsbezirken des Landes auch neue Gouverneure und Regionalvertretungen.

Quelle: n-tv.de

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