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John Kerry und Sergej Lawrow arbeiten in der Syrien-Frage konstruktiv zusammen.
John Kerry und Sergej Lawrow arbeiten in der Syrien-Frage konstruktiv zusammen.(Foto: imago/ITAR-TASS)

Erfolge bei Syrien: Kerry lobt Kooperation mit Moskau

Der Waffenstillstand in Syrien hält weitgehend. US-Außenminister Kerry führt das auf die konstruktive Zusammenarbeit mit Russland zurück. Sein russischer Kollege Lawrow spricht von gleichberechtigten Partnern.

Im Zusammenhang mit dem Syrien-Konflikt hat US-Außenminister John Kerry die Zusammenarbeit mit Russland gewürdigt. Er hoffe auf weitere Fortschritte für den Friedensprozess bei seinen Gesprächen mit Präsident Wladimir Putin und seinem Amtskollegen Sergej Lawrow, sagte Kerry zu Beginn seines Besuchs in Moskau.

Der US-Chefdiplomat ist bereits zum dritten Mal in weniger als einem Jahr zu Gesprächen in Russland. "Bei jeder der Reisen haben wir Ansätze gefunden, um voranzukommen", sagte Kerry. Lawrow stimmte Kerry zu. Es gebe Erfolge, weil Russland und die USA als gleichberechtigte Partner arbeiteten, meinte er.

Die Ende Februar von Moskau und Washington ausgehandelte Waffenruhe im Bürgerkriegsland Syrien sei zwar brüchig, doch sei seitdem die Gewalt um 85 bis 90 Prozent zurückgegangen, sagte Kerry. Er wolle aber eine weitere Reduzierung der Gewalt sehen und mehr humanitäre Hilfe für die Menschen in dem Land. Man müsse allerdings auch einräumen, dass noch vor drei Wochen nur sehr wenige daran geglaubt hätten, dass eine Einstellung der Kampfhandlungen in Syrien überhaupt möglich sei.

Am Mittwoch hatte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier mit Putin und Lawrow über den Kampf gegen den Terrorismus sowie die Kriege in Syrien und der Ukraine beraten. Am Mittwochabend hatten sich Steinmeier und Kerry noch in Moskau über Syrien und die Ukraine ausgetauscht, wie der US-Minister auf Twitter mitteilte.

Lichtblick in Genf

Ebenfalls am Vortag hatte sich die syrische Regierungsdelegation bei den Friedensgesprächen zuversichtlich zum weiteren Verlauf der bisher schleppenden Verhandlungen in Genf geäußert.  Verhandlungsleiter Baschar Dschaafari sagte, er glaube, dass ein Weg aus der diplomatischen Sackgasse gefunden sei.

UN-Vermittler Staffan de Mistura hat Diplomaten zufolge ein Dokument ausgearbeitet, das Gemeinsamkeiten zwischen allen Seiten zusammenfasst. Knackpunkte wie die Frage der Gestaltung eines politischen Übergangs in Syrien und die künftige Rolle von Präsident Baschar al-Assad würden darin voraussichtlich nicht vorkommen.

Quelle: n-tv.de

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