Politik

Startversuch mit HindernissenKim holt Rakete von der Rampe

11.12.2012, 12:43 Uhr

Ob das noch was wird? Zwei Tage, nachdem das Fenster für den zweiten Versuch eines nordkoreanischen Raketenstarts geöffnet wird, muss der Flugkörper schon wieder zurück in den Hangar. Die Unha-3 ist defekt und muss offenbar repariert werden, wie auf Satellitenbildern zu sehen ist.

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Satellitenbild von der Abschussrampe in Sohae (Foto: AP)

Einen Tag nach Verlängerung des Startfensters für seine umstrittene Weltraumrakete hat Nordkorea nach Medienberichten den Flugkörper wieder von der Abschussrampe geholt. Militärs in Südkorea vermuteten, dass technische Fehler an der Rakete behoben werden sollten, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Es werde nach wie vor davon ausgegangen, dass das kommunistische Nachbarland an seinen Plänen zum Start der Rakete in diesem Monat festhalte.

Auf Satellitenbildern sei zu erkennen, dass die drei Stufen der Unha-3-Rakete in eine Montagehalle am Startplatz Sohae an der Westküste Nordkoreas gebracht worden seien. Eine Bestätigung aus Nordkorea gab es dafür nicht.

Das staatliche Komitee für Raumfahrttechnologie hatte ein Tag nach der Öffnung des Startfensters mitgeteilt, der mögliche Zeitraum für den Start sei aufgrund eines technischen Fehlers um eine Woche bis zum 29. Dezember verlängert worden.

Von Warnungen der USA, Südkoreas und anderer Staaten hat sich Nordkorea bisher nicht von dem Vorhaben abbringen lassen. Die Länder sehen in dem Raketenstart einen verschleierten Test für die Technologie von Interkontinentalraketen. Solche Raketen sind das wichtigste Trägermittel für atomare Sprengköpfe. Nordkorea spricht von einem Satellitenstart. Im April war eine Unha-3-Rakete kurz nach dem Start explodiert. Der UN-Sicherheitsrat hatte den Start aufs Schärfste kritisiert.

Quelle: ntv.de, dpa