Politik
Die Forderungen der südkoreanischen Gegner des nordkoreanischen Raketenprogramms bewahrheiten sich unfreiwillig - zumindest vorerst.
Die Forderungen der südkoreanischen Gegner des nordkoreanischen Raketenprogramms bewahrheiten sich unfreiwillig - zumindest vorerst.(Foto: REUTERS)

Start wird verschoben: Kims Raketenprogramm stottert

Das Raketenprogramm Nordkoreas könnte eine zweite peinliche Schlappe erleiden. Im April scheitert der erste Versuch, einen Flugkörper zu starten. Nun soll es im Dezember klappen, am 22. Dezember soll es eigentlich soweit sein. Doch das Komitee für Raumfahrttechnologie muss jetzt verkünden: Daraus wird vorerst nichts.

Nordkorea hat den möglichen Zeitraum für den umstrittenen Start einer neuen Weltraumrakete um eine Woche verlängert. Als Grund für die Verlängerung wurde ein "technischer Fehler" einer Triebwerkeinheit genannt. Das ursprünglich vorgesehene Startfenster, das am Montag begann, soll jetzt bis zum 29. Dezember geöffnet bleiben, statt bis zum 22. Dezember. Das berichteten die Staatsmedien des kommunistischen Landes unter Berufung auf das Komitee für Raumfahrttechnologie.

Zuvor hatte die südkoreanische Zeitung "Chosun Ilbo" noch berichtet, Nordkorea halte an dem ursprünglichen Zeitplan fest. Eine neue Raketenkomponente sei an den Startplatz gebracht worden, um eine fehlerhafte Stufe zu ersetzen. Am Wochenende hatte die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA gemeldet, die Regierung in Pjöngjang erwäge, den Start zu verschieben. Gründe wurden nicht genannt.

Versuch im April scheitert

Die Raketenpläne der kommunistischen Regierung in Pjöngjang sind unter anderem in Japan, den USA und Südkorea auf Kritik gestoßen. Sie werfen Nordkorea vor, mit den Langstreckenraketen Atomsprengköpfe transportieren zu wollen. Nach nordkoreanischen Angaben soll die Rakete jedoch einen Satelliten ins All befördern, der lediglich friedlichen Zwecken dient.

UN-Resolutionen untersagen Nordkorea die Nutzung von Waffentechnologie in der Raumfahrt. Experten gehen davon aus, dass Nordkorea Interkontinental-Raketen entwickelt, die eine Reichweite von mehr 6700 Kilometern haben und die USA treffen könnten.

Ein Startversuch im April war gescheitert. Die Pläne für den zweiten Raketenstart Nordkoreas wurden rund zwei Wochen vor der Präsidentenwahl am 19. Dezember in Südkorea bekannt. Die Beziehungen zwischen beiden koreanischen Staaten, die seit Ende des Korea-Krieges 1953 formell zwar einen Waffenstillstand, aber keinen Frieden geschlossen haben, sind ein wichtiges Wahlkampfthema in Südkorea.

Quelle: n-tv.de

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