Montag, 24. Mai 2010
Leider nicht schnell genug: Kindersterblichkeit gesunken
Die Kindersterblichkeit geht seit Jahrzehnten zurück. Dennoch können die von der UNO bis 2015 gesetzten Ziele kaum in allen Ländern erreicht werden. In diesem Jahr sterben schätzungsweise 7,7 Millionen Kinder an vermeidbaren Krankheiten wie Durchfall oder Malaria.
Besonders hoch ist die Kindersterblichkeit in den afrikanischen Ländern Tschad, Mali und Nigeria.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Trotz der seit Jahrzehnten sinkenden Kindersterblichkeit können die von den Vereinten Nationen bis 2015 gesetzten Zielen für weitere weltweite Verbesserungen wohl nicht erreicht werden. Zwar sei die Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren seit 1970 um 60 Prozent auf geschätzte 7,7 Millionen Todesfälle im Jahr gesunken, erläutert eine im britischen Fachblatt "The Lancet" erschienene Studie. Die Fortschritte aber reichten nicht aus, um das formulierte Ziel, die Sterblichkeit zwischen 1990 und 2015 um 66 Prozent zu verringern, zu erreichen. Der Großteil der Todesfälle von Kindern unter fünf Jahren betreffe die ärmsten Länder der Welt und sei auf vermeidbare Erkrankungen wie Durchfall oder Malaria zurückzuführen.
Das Erreichte aber mache dennoch Hoffnung auf weitere Erfolge, heißt es in der Studie weiter. In immerhin 31 Ländern der Welt könnten die von der UNO formulierten Ziele bis 2015 noch erreicht werden, darunter Brasilien, Mexiko, Malaysia und Ägypten. Damit könnten insgesamt 54 der 187 untersuchten Länder die internationalen Vorgaben erfüllen.
Zum Erfolg beigetragen haben der Untersuchung zufolge vor allem Impfungen, die Verteilung von Moskitonetzen zur Verhinderung von Malaria und die Vorsorge zur Vermeidung einer HIV-Übertragung von Müttern auf Neugeborene.
AFP
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