Mittwoch, 31. Januar 2007
"Erderwärmung" getilgt: Klima-Zensur in den USA
Amerikanische Wissenschaftler haben sich über eine Unterdrückung missliebiger Umweltberichte durch die US-Regierung beklagt. Zahlreiche US-Klimaforscher wurden einem dem Kongress vorgelegten Bericht zufolge systematisch unter Druck gesetzt.
Fast die Hälfte von über 300 befragten Wissenschaftlern, die für verschiedene Behörden der Regierung gearbeitet haben, berichteten über Manipulationsversuche in den vergangenen fünf Jahren. Sie seien gedrängt worden, Begriffe wie "Klimawandel" oder "Erderwärmung" aus ihren Texten zu entfernen, betonte ein Sprecher des "Verbands besorgter Wissenschaftler" bei einer Anhörung im Kongress. Kontakte zu den Medien seien streng reglementiert worden.
US-Präsident George W. Bush hatte lange bestritten, dass es einen Zusammenhang zwischen der Emission von Treibhausgasen und dem Klimawandel gibt. Erst im Sommer 2004 gestand Bush ein, dass dies die "einzig wahrscheinliche Erklärung für die globale Erwärmung in den vergangenen drei Jahrzehnten" ist. Das Kyoto-Protokoll haben die USA dennoch bislang nicht ratifiziert.
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