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Das neue Mietrecht soll Mieter stärken.
Das neue Mietrecht soll Mieter stärken.(Foto: picture alliance / dpa)

Tatsächliche Wohnfläche zählt: Koalition will offenbar Mietrecht ändern

Die Mietpreisbremse gilt bei ihren Kritikern als zu lasch - zu viele Schlupflöcher und ungelöste Fragen. Union und SPD planen nun offenbar ein zweites Reformpaket. Es soll vor allem Mietern helfen. Für Makler sollen strengere Regeln gelten.

Nach Einführung der Mietpreisbremse planen Union und SPD nach Informationen der "Saarbrücker Zeitung" weitere Änderungen für Mieter und Vermieter. Mit dem zweiten Mietrechtspaket solle unter anderem die Erstellung des Mietspiegels umfassend reformiert werden. Außerdem sei eine Absenkung der Modernisierungsumlage zugunsten der Mieter von elf auf zehn Prozent geplant.

Für die Berechnung der Nebenkosten soll dem Bericht zufolge nur noch die tatsächliche Wohnfläche herangezogen werden dürfen. Darüber hinaus wolle die Koalition einen Sachkundenachweis für Makler einführen.

Den rechtspolitischen Experten der SPD-Bundestagsfraktion, Dirk Wiese, zitiert das Blatt mit den Worten: "Wir werden die Bedingungen für Mieter weiter verbessern." Er erwarte, "dass sich die Union an den Koalitionsvertrag hält".

Im zuständigen Justiz- und Verbraucherministerium hat es demnach erste Fachgespräche gegeben, weitere stehen bevor. Im Herbst soll laut Wiese der Referentenentwurf vorliegen. Ursprünglich war die Reform allerdings schon für 2014 geplant gewesen.

Quelle: n-tv.de

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