Politik
Bisher fehlen noch 160.000 Kita-Plätze
Bisher fehlen noch 160.000 Kita-Plätze(Foto: picture alliance / dpa)

Kita-Ausbau kaum zu schaffen: Kommunen planen mit Lücke

Das der Kita-Ausbau bis zum kommenden August kaum zu schaffen ist, ist klar. Die Städte und Gemeinden stellen sich darauf ein - mit pauschalen Entschädigungsbeträgen und guten Ratschlägen an die Eltern.

Der Städte- und Gemeindebund geht nicht mehr davon aus, dass alle Kommunen den ab dem 1. August nächsten Jahres geltenden Rechtsanspruch auf eine Krippenbetreuung erfüllen können. "Darauf müssen sich alle einstellen", sagte der Hauptgeschäftsführer des kommunalen Spitzenverbands, Gerd Landsberg, der "Saarbrücker Zeitung". Eltern sollten zudem eine "gewisse Flexibilität" zeigen. Es werde nicht überall möglich sein, einen Ganztagsplatz anzubieten. Auch könne nicht überall der "Wunschkitaplatz um die Ecke" zugewiesen werden.

Landsberg sprach sich zudem dafür aus, die Vorschriften zu lockern, um mehr Kindern einen Kita-Platz anbieten zu können. So sei vorübergehend die Vergrößerung von Kita-Gruppen sowie das Aussetzen baulicher Standards etwa der vorgeschriebenen Raumgrößen und Grünflächen denkbar. Für Eltern, die leer ausgehen und dann von ihrem Klagerecht Gebrauch machen, schlug Landsberg die Einführung eines "pauschalisierten Schadensersatzanspruches" vor. So könne diesen Eltern schnell geholfen werden.

Nach den Angaben des Kommunenvertreters gibt es zur Zeit 620.000 Kita-Plätze, nötig sind aber 780.000. Bei der nächsten Stichtagserhebung Anfang März werde klar sein, wie groß die Lücke noch sei. Danach müsse es zu einem weiteren Krippengipfel kommen, forderte Landsberg.

Quelle: n-tv.de

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