Politik
Kondome mit dem Konterfei von Kim Jong Un gibt es in Nordkorea noch nicht. Daher spendieren Aktivisten aus Südkorea ein paar Verhütungsmittel.
Kondome mit dem Konterfei von Kim Jong Un gibt es in Nordkorea noch nicht. Daher spendieren Aktivisten aus Südkorea ein paar Verhütungsmittel.(Foto: picture alliance / dpa)

Aktivisten verschicken Hilfsgüter: Kondome für Nordkorea

Kim Jong Un mag es gern dekadent. Doch im Gegensatz zu ihrem Diktator sind viele Nordkoreaner sehr arm. Menschenrechtsaktivisten aus Südkorea schicken daher jetzt erneut Hilfsgüter in das Nachbarland. In den Paketen sind auch Kondome, denn die sind rar im Norden.

Ungeachtet nordkoreanischer Drohungen gegen Flugblatt-Aktionen haben südkoreanische Aktivisten erneut Ballons mit Hilfsgütern und politischen Aufklärungsmaterialien über die Grenze ins Nachbarland geschickt. Die Gruppe ließ im Grenzbezirk Yeoncheon zwanzig Gasballons aufstiegen. Neben insgesamt 150.000 Flugblättern enthielten die Pakete auch 5000 Kondome sowie Unterwäsche, Socken, elektrische Lampen, Bonbons und Zahnpasta.

Es sei in Nordkorea "sehr schwierig" an Verhütungsmittel zu kommen, sagte der Leiter der Aktivisten-Gruppe Right Korea, Bong Tae Hong. Südkoreanische Aktivisten schicken regelmäßig Ballons mit Flugblättern und Hilfsgütern über die Grenze in das hermetisch abgeschottete kommunistische Nordkorea. Im Oktober hatte die Führung in Pjöngjang, die in der Vergangenheit regelmäßig mit Vergeltung drohte, eine besonders scharfe Warnung ausgesprochen und mit einem Beschuss Südkoreas gedroht. Daraufhin unterband Südkorea eine solche Aktion.

Nordkorea und Südkorea befinden sich seit Ende des Koreakriegs 1953 formal immer noch im Kriegszustand. Die Spannungen zwischen beiden Ländern sind enorm. Immer wieder kommt es zu bewaffneten Auseinandersetzungen an der Grenze.

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Quelle: n-tv.de

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