Politik
Beobachter der OSZE untersuchen den Abzug von Kriegsgerät der prorussischen Separatisten in der Ostukraine.
Beobachter der OSZE untersuchen den Abzug von Kriegsgerät der prorussischen Separatisten in der Ostukraine.(Foto: dpa)

Störangriffe in der Ostukraine: Kriegsgegner behindern OSZE-Luftaufklärung

Die Waffenruhe in der Ostukraine ist weitgehend stabil. Nach den prorussischen Separatisten verkündet nun auch das ukrainische Militär den Abschluss des Artillerieabzugs. Dennoch versuchen beide Seiten offenbar gezielt, die Aufklärungsmission der OSZE zu stören.

Die Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in der Ostukraine werden einem Zeitungsbericht zufolge von Regierungstruppen und Rebellen gezielt daran gehindert, Lagebilder vom Konfliktgebiet aus der Luft anzufertigen.

Die von der OSZE eingesetzten Drohnen würden "regelmäßig elektronischen Störsendern wie auch vereinzelt direktem Beschuss über dem Gebiet der Separatisten ausgesetzt", zitiert die "Rheinische Post" aus einer ihr vorliegenden Zwischenbilanz der Bundesregierung zur OSZE-Mission. Auch über dem von ukrainischen Truppen kontrollierten Gebiet sei es vereinzelt zu "funkelektronischen Angriffen" gekommen.

Das ukrainische Militär hat inzwischen nach eigenen Angaben alle Geschütze bis zu einem Kaliber von 100 Millimeter wie vereinbart von der Frontlinie abgezogen. Das teilte die Armeeführung in Kiew mit. Die prorussischen Separatisten in der Unruheregion hatten ihren Abzug vor kurzem für beendet erklärt. Der dreistufige Abzugsplan für eine Entmilitarisierung des Donbass sieht vor, auch Granatwerfer bis zu 120 Millimeter Kaliber zu entfernen. Panzer und Artillerie waren demnach bereits in vorherigen Phasen von der Front abgezogen worden.

Allerdings stellt die OSZE immer wieder Verstöße beider Seiten fest. Mit dem Abzug von Kriegsgerät bis mindestens 15 Kilometer hinter die Front und der seit September weitgehend stabilen Feuerpause sollen die Voraussetzungen zur Beilegung des Konflikts geschaffen werden.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen