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An der Front im Nordirak gehen Peschmerga-Kämpfer in Stellung. Die Milizen des IS sind nur zwei Kilometer entfernt.
An der Front im Nordirak gehen Peschmerga-Kämpfer in Stellung. Die Milizen des IS sind nur zwei Kilometer entfernt.(Foto: imago/Sebastian Backhaus)

Rückeroberung Sindschars: Kurden starten Offensive gegen IS

Kurdische Kämpfer haben mit einer Bodenoffensive begonnen, um die Stadt Sindschar im Nordirak zurückzuerobern. Vor einem Jahr hatte der IS die Stadt eingenommen. Zehntausende Menschen sind seitdem vor der Terrormiliz geflüchtet.

Kurdische Peschmerga-Kämpfer haben einem Medienbericht zufolge im Nordirak eine Offensive gestartet, um die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aus der Stadt Sindschar zu vertreiben. Dabei wurden sie von Luftangriffen der internationalen Anti-IS-Koalition unterstützt. Das berichtete das Nachrichtenportal Rudaw unter Berufung auf kurdische Behörden. Kampfflugzeuge hätten Dutzende IS-Stellungen vor Beginn der Offensive am Mittwochabend beschossen.

Der Sicherheitsrat der kurdischen Autonomieregierung teilte bei Twitter mit, an der Bodenoffensive seien unter anderem bis zu 7500 Peschmerga-Kämpfer beteiligt. Ziele seien die Vertreibung des IS aus der Stadt Sindschar, die Eroberung strategisch wichtiger Nachschubrouten und die Schaffung einer Pufferzone, um die Stadt und ihre Einwohner vor IS-Artillerie zu schützen.

IS hatte Region im August 2014 eingenommen

Der IS hatte Anfang August vergangenen Jahres die Region um das Sindschar-Gebirge im Nordirak überrannt; Sindschar-Stadt liegt südlich des Höhenzuges. Zehntausende Menschen flohen. Bei ihnen handelte es sich vor allem um Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden.

Erst am Dienstag hatte die Bundeswehr auf ihrer Internetseite über die Abschlussübungen mit den Peschmerga berichtet. Die Kämpfer hatten ein fünfwöchiges Training in Erbil absolviert. Nun beginnen sie zwei Tage später mit ihrer Offensive gegen den IS. 

Quelle: n-tv.de

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