Politik
Ab Januar kein Ministerpräsident mehr: Kurt Beck.
Ab Januar kein Ministerpräsident mehr: Kurt Beck.(Foto: picture alliance / dpa)

"Weiter politisch arbeiten": Kurt Beck geht nicht so ganz

Kurt Beck tritt am Samstag als SPD-Landeschef ab, im Januar dann auch als Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. Doch danach will er politisch weiterarbeiten – zum Beispiel für die Friedrich-Ebert-Stiftung. Alles weitere entscheidet die Gesundheit.

Kurt Beck will auch nach seinem Rückzug als Regierungschef von Rheinland-Pfalz politisch aktiv bleiben. Das kündigte der 63-Jährige an. "Ich werde auch auf Bitte von Peter Struck wieder als sein Stellvertreter kandidieren bei der Friedrich-Ebert-Stiftung. Das ist mir wichtig, weil ich politisch weiter arbeiten möchte, aber nicht für den Papierkorb." Dabei werde es nicht mehr um Tagespolitik gehen, aber um Konzepte, beispielsweise wie die SPD-nahe Stiftung gesellschaftliche Prozesse wie Bürgerbeteiligung mitbefördern könne.

Beck verabschiedet sich an diesem Samstag als SPD-Landeschef und im Januar als Ministerpräsident. Nachfolger als Landeschef soll Innenminister Roger Lewentz werden, Sozialministerin Malu Dreyer neue Ministerpräsidentin. An der Spitze des ZDF-Verwaltungsrats will Beck hingegen bleiben. "Das mache ich gerne, weil ich glaube, dass ich Medienpolitik zwischenzeitlich wirklich "drauf" habe", sagte Beck. "Wenn Karlsruhe über unseren Antrag zu einer Neugestaltung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkgremien mit mehr Politikferne entschieden hat, wird man die Gremien ohnehin neu ordnen müssen."

Der SPD-Politiker wies die Forderung von Ex-ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender nach einem Rückzug aller Politiker von der Aufsicht öffentlich-rechtlicher Sender im Wahljahr 2013 zurück. "Dass man in einem Wahljahr, was die Programmaufsicht angeht, sich als Politiker ganz besonders zurückhalten sollte, ist, glaube ich, ein richtiger Aspekt. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass man ohne Politiker in Aufsichtsgremien arbeitet."

Weitere Zukunftspläne macht der scheidende Regierungschef abhängig
von seinem Gesundheitszustand - er hatte seinen Rückzug mit Problemen der Bauchspeicheldrüse begründet. "Alles andere will ich entscheiden, wenn ich weiß, wie stabil das mit der Gesundheit hinzukriegen ist." Das betreffe auch sein Engagement für den Tierschutz. "Ich will nicht Tierschutzpräsident werden, sondern - wenn - an der Basis etwas ganz Praktisches machen."

Quelle: n-tv.de

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