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Im Ländle wollen sie alles können - nur mit der Steuerehrlichkeit hapert es offenbar.
Im Ländle wollen sie alles können - nur mit der Steuerehrlichkeit hapert es offenbar.(Foto: picture alliance / dpa)

Erneut mehr Selbstanzeigen: Länder verbuchen satte Steuer-Mehreinnahmen

Die Bundesländer haben in den vergangenen Jahren Milliarden durch reuige Steuersünder eingenommen. An der Spitze liegt Baden-Württemberg. Zudem steigt die Zahl der Selbstanzeigen weiter. Dabei führt erneut das Ländle die Rangliste an.

In den ersten sieben Monaten des Jahres haben sich erneut Tausende Steuersünder selbst angezeigt. Insgesamt seien bundesweit 12.176 Fälle registriert worden, berichtete die Zeitung "Euro am Sonntag" unter Berufung auf eine Umfrage bei den Finanzministerien der Bundesländer. Seit 2010 summierten sich die Mehreinnahmen durch Selbstanzeigen in allein sieben Ländern auf mehr als 3,7 Milliarden Euro.

Laut der Umfrage ist Baden-Württemberg mit 2.544 Selbstanzeigen in den ersten sieben Monaten Spitzenreiter - das sind fünfmal mehr Fälle als im Vorjahr. Auf Platz zwei folgt Nordrhein-Westfalen mit 2.131 Fällen. Bayern liegt mit 1.880 Fällen auf Platz drei. Das mit knapp vier Millionen Einwohnern relativ kleine Rheinland-Pfalz belegt mit 1.554 Fällen Rang vier noch vor Niedersachsen (1.391) und Hessen (1.302). In den fünf östlichen Bundesländer haben sich den Angaben zufolge 648 Steuersünder selbst bezichtigt. Mecklenburg-Vorpommern meldet gerade einmal sieben Fälle.

Mehreinnahmen in Milliardenhöhe

Den Grund für den starken Anstieg sehen Experten im gescheiterten Steuerabkommen mit der Schweiz und der Masse an Steuer-CDs. Zudem hatte es zuletzt immer wieder geheißen, dass auch der Fall Uli Hoeneß die Zahl der Selbstanzeigen gesteigert habe.

Wie es weiter heißt, beliefen sich die Mehreinnahmen in Baden-Württemberg seit 2010 auf 1,71 Milliarden Euro. Nordrhein-Westfalen habe 671 Millionen Euro zusätzlich verbuchen können. In  Hessen brachten die Selbstanzeigen 509 Millionen, in Hamburg 430 Millionen und in Niedersachsen 148 Millionen 148 Euro. Schleswig-Holstein und Berlin konnten 142 Millionen und 125 Millionen Euro mehr verbuchen.

Bayern und Rheinland-Pfalz haben bislang keine Zahlen genannt. laut der Zeitung dürften die Mehreinnahmen aber ebenfalls im dreistelligen Millionen-Bereich liegen.

Quelle: n-tv.de

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