Mittwoch, 21. Oktober 2009
"Fastnacht im Saarland": Lafontaine bleibt
Rosenmontag ist im Saarland eigentlich auch im Februar (Foto: Lafontaine beim Umzug der Narren in Saarbrücken 2002).
(Foto: picture-alliance / dpa)
Oskar Lafontaine plant nach Angaben seiner Bundestagsfraktion keinen vorzeitigen Rückzug aus dem saarländischen Landtag. Ein entsprechender Bericht der "tageszeitung" (taz, Berlin) "entbehrt jeder Grundlage", sagte Fraktionssprecher Hendrik Thalheim. Linke-Pressesprecher Michael Schlick meinte dazu bei n-tv: "Ich kann mir das nur so vorstellen, dass die Fastnacht im Saarland dieses Jahr mal ein paar Wochen früher begonnen hat und jemand solche närrischen Meldungen verbreitet."
Lafontaine hatte vor knapp zwei Wochen auf den Co-Vorsitz der Bundestagsfraktion neben Gregor Gysi verzichtet. Bundesparteichef will er bleiben. Im saarländischen Landtag ist Lafontaine Vorsitzender der bei der Wahl Ende August mit 21,3 Prozent eingezogenen Linken. Die "taz" berichtete, Lafontaine wolle den Fraktionsvorsitz der Saar-Linken abgeben und sein Landtagsmandat wohl bald niederlegen.
"Herr Lafontaine weilt momentan im wohlverdienten Urlaub und kann sich jetzt dazu überhaupt nicht äußern", so Schlick weiter bei n-tv. "Das war auf jeden Fall Stand der Dinge vor seinem Urlaub." Es sei keine Rede davon gewesen, "dass er den Fraktionsvorsitz im saarländischen Landtag niederlegt. Ich weiß also überhaupt nicht, woher diese Meldungen jetzt kommen." In dem "taz"-Beitrag seien "so viel Spekulation und so viel Dazugereimtes drin", dass man sich dazu wirklich nicht äußern sollte. "Man muss ja nicht über jedes Stöckchen springen, was einem hingehalten wird."
hdr/dpa
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