Politik

Kurz, kompakt und auf den Punkt: +++ Liveticker zur US-Wahl +++

In Florida wird immer noch gezählt, aber die US-Wahl 2012 ist entschieden. Barack Obama bleibt für weitere vier Jahre Präsident der Vereinigten Staaten. n-tv.de beendet an dieser Stelle den Liveticker. Mehr Informationen zur Wahl finden Sie hier.

+++ 15.59 Papst beglückwünscht Obama +++
Papst Benedikt XVI. hat Barack Obama zur Wiederwahl gratuliert. Er bete um Gottes Hilfe, Obama in seiner höchsten Verantwortung den USA und der internationalen Gemeinschaft gegenüber beizustehen, so Benedikt. Die Ideale der Freiheit und Gerechtigkeit, die die Gründerväter der Vereinigten Staaten geleitet hätten, sollten weiterhin den Weg der Nation erhellen. Zu den Erwartungen des Heiligen Stuhls sagte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi, Obama solle sich vor allem für den Respekt fundamentaler menschlicher und spiritueller Werte einsetzen und eine "Kultur des Lebens und der religiösen Freiheit" fördern. Wenn es um Themen wie Abtreibungen oder die Homo-Ehe geht, sind der Vatikan und der liberale Christ Obama oft gegensätzlicher Meinung.

+++ 15.38 US-Wahl knackt Rekorde +++
Die US-Präsidentenwahl hat im Internet gleich mehrere neue Rekorde aufgestellt. Sie war mit mehr als 31 Millionen Äußerungen das bisher meistdiskutierte politische Ereignis bei Twitter. Das Foto von Präsident Barack Obama und seiner Frau Michelle auf Facebook ist mit über 2,8 Millionen das mit den meisten "Gefällt mir"-Klicks in der Geschichte des sozialen Netzwerks. Der Wahlsieger Obama feierte das Ergebnis nur wenige Minuten nach der Entscheidung zuerst auf Twitter. Außerdem äußerten sich mehr als 2,6 Millionen Menschen auf Facebook über Obama, bei Romney waren es 2,9 Millionen. Das Portal "US Politics on Facebook" registrierte kurz nach Bekanntwerden des Ergebnisses als die drei meistdiskutierten Wendungen: "Obama gewinnt", "Romney" und "Präsident".

+++ 15.29 Florida zählt immer noch aus +++
Weiter unklar ist das Ergebnis in Florida, wo 29 Wahlmännerstimmen zu holen sind: Hier liegen Obama und Romney dicht beieinander. Wann das Endergebnis vorliegt, ist noch unklar. Nachdem die Auszählung am Morgen gestoppt wurde, ist sie inzwischen wieder fortgesetzt worden.

+++ 15.22 Westerwelle verfolgte Wahl im Steakhaus +++
Außenminister Guido Westerwelle hat die Wiederwahl von Barack Obama in einem Steakhaus in New York verfolgt. Der ehemalige FDP-Vorsitzende verbrachte einen Großteil des Wahlabends im "Docks" an der Ecke von Third Avenue und 40. Straße. Wie in vielen anderen Restaurants waren an diesem Abend auch dort die Fernseher ausnahmsweise nicht auf Sport, sondern auf Wahl geschaltet. Der Minister hält sich zu einem Besuch bei den Vereinten Nationen in New York auf.

+++ 15.14 Taliban: Obama soll Niederlage eingestehen +++
Die radikalislamischen Taliban haben den wiedergewählten US-Präsident Obama nach dessen Wahlsieg aufgefordert, eine Niederlage der USA in Afghanistan anzuerkennen. "Obama muss jetzt wissen, dass sie den Krieg in Afghanistan verloren haben", erklärte Taliban-Sprecher Sabijullah Mudschahid auf der Webseite der Gruppe. "Deshalb müssen sie ohne weitere Lügen und Verzögerungen unser heiliges Land verlassen und sich stattdessen auf ihr eigenes Land konzentrieren." Mudschahid warf den USA zudem vor, Kriegsverbrechen begangen zu haben. Die US-Regierung müsse "aufhören, sich wie ein Weltpolizist aufzuführen", fügte er hinzu. Statt dessen sollten die Vereinigten Staaten die Probleme der eigenen Bevölkerung lösen und dafür sorgen, "dass die Welt die Amerikaner nicht noch mehr hasst".

+++ 15.02 Michelle ist beliebter als Barack +++
Ohne seine Frau Michelle wäre Barack Obama wohl kaum das, was er ist: der Präsident der Vereinigten Staaten. Michelle sei sein "Fels", hat Obama einmal gesagt. Sie halte ihn auf dem Boden der Tatsachen. Und wären Obamas UmfrageOhne seine Frau Michelle wäre Barack Obama wohl kaum das, was er ist: der Präsident der Vereinigten Staaten. Michelle sei sein "Fels", hat Obama einmal gesagt. Sie halte ihn auf dem Boden der Tatsachen. Und wären Obamas Umfragewerte so gut wie ihre gewesen, hätte er sich um seine Wiederwahl nicht sorgen müssen. Die First Lady ist beim Volk beliebter als ihr Mann. Auch Republikaner haben Achtung vor ihrer Intelligenz und Fachkenntnis.

+++ 14.53 Republikaner deuten Konfrontationskurs an +++
Themen wie Sozialleistungen, Steuern und das Defizit werden in den kommenden Jahren wahrscheinlich die politischen Auseinandersetzungen bestimmen. Obama kündigte an, er werde mit Romney in den kommenden Wochen ausloten, wie man das Land gemeinsam voranbringen könne. Doch der republikanische Fraktionschef im Senat, Mitch McConnell, deutete an, auch in der neuen Amtszeit auf konservative Prinzipien nicht zu verzichten. Die Wähler hätten mit dem Ergebnis Fehler aus Obamas erster Amtszeit nicht gebilligt, sagte er.

+++ 14.42 Börsen rutschen wieder ab +++
Nach der anfänglichen Freude über das klare Ergebnis der US-Präsidentschaftswahlen haben Anleger ihren Fokus wieder auf die Euro-Krise verlagert. In Folge rutschten die europäischen Börsen ins Minus, und der Euro fiel auf ein neues Zwei-Monats-Tief. "Der Sieg von Obama wurde am Devisenmarkt heute morgen dadurch honoriert, dass Händler Wetten auf weitere Kursverluste beim Euro aufgelöst haben. Das hat dem Kurs zunächst einmal geholfen", sagte ein Händler. Unter Barack Obama gilt eine Fortsetzung der lockeren Geldpolitik als sicher, was den Dollar belastet. "Jetzt gehen wir aber zur Tagesordnung über, und da rückt die europäische Schuldenkrise wieder in den Vordergrund", ergänzte der Händler.

+++ 14.00 Dalai Lama bittet Obama um Hilfe +++
Mit Forderungen verbindet das geistliche Oberhaupt der Tibeter, der Dalai Lama, seine Glückwünsche an Obama. Er bat ihn um Vermittlung in der Tibet-Frage. Er hoffe auf die Hilfe der US-Regierung, damit eine sowohl für Tibet als auch China akzeptable Lösung gefunden werden könne, schrieb er in einem Brief an Obama. Der Dalai Lama erinnerte Obama daran, dass er bei seiner ersten Wahl 2008 die globale Bevölkerung dazu aufgerufen habe, Verantwortung für die Probleme überall auf der Welt zu übernehmen. Auch dafür sei er nun wiedergewählt worden.

+++ 13.37 Ban fordert Engagement von Obama +++
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon fordert von Barack Obama aktives Engagement ein. Er gratulierte zur Wiederwahl, erinnerte jedoch zugleich an die vielen aktuellen Herausforderungen der Weltgemeinschaft. So müssten das Blutvergießen in Syrien gestoppt und der Nahost- Friedensprozess wiederbelebt werden. Auch müssten ein nachhaltiges Wachstum gefördert und die Herausforderungen des Klimawandels bewältigt werden.

+++ 13.20 Tea-Party-Figur Bachmann liegt vorne +++
Im Rennen um eine Sitz im Abgeordnetenhaus kann eine alte Bekannte der US-Politik aufatmen. Tea-Party-Politikerin Michele Bachmann ist im 6. Distrikt von Minnesota angetreten, um ihren Sitz zu verteidigen. Nach Auszählung von 99,29 Prozent der Stimmen liegt sie 1,03 Prozentpunkte vor ihrem demokratischen Herausforderer Jim Graves. Bachmann war auch eine der republikanischen Politiker, die sich um die Präsidentschaftskandidatur beworben hatten.

+++ 13.02 Obama in zwei Wochen nach Birma +++
In der ganzen Welt wünschen sich die Regierungen, dass die erste Reise des wiedergewählten Präsidenten Obama in ihr Land führt - auch Merkel hat den Demokraten schon eingeladen. Berechtigte Hoffnungen darf sich offenbar Birma machen. Wie ein birmanischer Regierungsvertreter sagte, wird Obama am 19. November in Rangun erwartet. Dort werde er Präsident Thein Sein und Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi treffen. Das Weiße Haus hat eine Reise nach Birma bisher allerdings nicht bestätigt.

+++ 12.53 Mursi will Neuanfang mit Obama +++
Und noch mehr Glückwünsche aus aller Welt. Ein Gruß kam zum Beispiel aus Ägypten, wo Präsident Mohammed Mursi gratulierte und damit Hoffnung auf engere Beziehungen verband. Das Verhältnis der beiden Staaten hat einen neuen Schub nötig. Seit der islamistische Muslimbruder Mursi regiert, hat es sich deutlich verschlechtert.

+++ 12.32 Chinesen reagieren mit Sarkasmus +++
Chinesische Internetnutzer reagieren mit Sarkasmus auf die US-Präsidentschaftswahl und nehmen dabei Bezug auf den Führungswechsel im eigenen Land. Ein anonymer Nutzer des chinesischen Twitter-Pendants Weibo schrieb: "Die Amerikaner haben's schwer. Einen Tag vor der Wahl wissen sie noch nicht, wer ihr nächster Präsident sein wird. Wir wissen das schon seit fünf Jahren." Ein anderer Nutzer schrieb: "Was ist der Unterschied zwischen den Wahlen in den USA und in China? Die eine verläuft wirklich demokratisch, die andere betrügt ihre Bevölkerung. Lang lebe der 18. Parteitag der KPC!"

+++ 12.17 Obama lädt Obama ein +++
Nein, das ist kein Tippfehler. Obama lädt tatsächlich Obama zu einem Besuch ein. Gemeint ist damit das Angebot einer kleinen japanischen Hafenstadt, die eben auch Obama heißt. Für Bürgermeister Koji Matsuzaki ist das Grund genug, auf den hohen Staatsgast zu hoffen. Er werde einen Brief ans Weiße Haus schicken, sagte er. Bei Obamas erster Wahl ins Weiße Haus vor vier Jahren hatte die  Kleinstadt mit ihren 32.000 Einwohnern frenetisch gefeiert. Der US-Präsident selbst machte die Namensverwandtschaft mit dem Ort  bekannt, dessen Name auf Japanisch "kleiner Strand" bedeutet. Einem  japanischen Fernsehsender erzählte er, dass ihn bei einer Japan-Reise 2006 ein Einwanderungsbeamter am Flughafen mit den Worten begrüßt habe, er stamme selbst aus Obama.

+++ 12.04 "Mama Sarah" in Kenia ist glücklich +++
Blicken wir doch auch einmal nach Kenia, in das Dorf Kogelo im Westen des Landes. Dort ist der Jubel nach der Wiederwahl Obamas nämlich besonders groß. Denn hier wohnt Sarah, die Oma des US-Präsidenten. "Er trat zum zweiten Mal an, und er hat gewonnen", das mache die Wahl so bedeutsam, sagte die vom nächtlichen Wahlmarathon ermattete 90-Jährige. "Der Grund für seinen Sieg ist, Gott hat ihn gegeben." Außerdem verstehe es ihr Enkel, "alle Menschen zu lieben", anstatt zu spalten. "Mama Sarah" ist die dritte Frau von Obamas Großvater väterlicherseits, Obama bezeichnet sie als seine Großmutter.

+++ 11.56 Nach der Wahl: So geht es jetzt weiter +++
Mit dem Wahltag ist das Prozedere noch nicht abgeschlossen. Bis zu Obamas erneuten Vereidigung am 20. Januar 2013 müssen noch ein paar Schritte vollzogen werden. Am 17. Dezember tritt zunächst einmal das Wahlmännergremium, das "electoral college" zusammen. Die werden dann Obama wählen - die Amerikaner wählen ihren Präsidenten ja nicht direkt. Das Ergebnis wird dann am 26. Dezember dem Senatspräsidenten vorgelegt. Am 6. Januar wird es offiziell verkündet. Zwei Wochen später kommt dann die feierliche Inauguration.

+++ 11.43 Obama bei "popular vote" nur knapp vorn +++
Die US-Wahlen werden ja bekanntlich durch Wahlmänner entschieden. Dabei gilt von Bundesstaat zu Bundesstaat: "The winner takes it all". Das bedeutet umgekehrt: Wer eine deutlich Mehrheit im electoral college hat, muss nicht ebenso deutlich bei den Wahlen abgeschnitten haben. Die Messgröße dafür nennen die Amerikaner "popular vote", also die reine Stimmenverteilung auf die beiden Kandidaten. Dabei sieht es nach Auszählung von 90 Prozent der Stimmen insgesamt so aus: Barack Obama wählten 58.151.846 Menschen, Mitt Romney 56.120.865. Das ist deutlich knapper, als es das Ergebnis nach Wahlmännern zunächst suggeriert.

+++ 11.31 Wann kommt Obama nach Berlin? +++
In Berlin fragen sich alle: Wann kommt Barack Obama in die deutsche Hauptstadt? Angela Merkel hatte ja schon rasch nach dem Sieg des Demokraten eine Einladung ausgesprochen. Der US-Botschafter in Deutschland, Philip D. Murphy, hofft, dass Obama sie schon bald annimmt. "Er hatte ein außergewöhnliches Erlebnis hier als Senator, und ich weiß, er will zurückkehren", sagte Murphy. Obama war 2008 in seinem ersten Präsidentschaftswahlkampf in Berlin und hielt an der Siegessäule eine Rede vor 200.000 Menschen. Damals versagte Merkel Obama, vor dem symbolträchtigen Brandenburger Tor zu sprechen.

+++ 11.22 Wieder ein Kennedy im Kongress +++
Mit Joseph Kennedy III zieht der erste Vertreter einer neuen Generation der Kennedy-Dynastie in den US-Kongress ein. Der Enkel des verstorbenen Senators Robert F. Kennedy hat mit Leichtigkeit einen Sitz im Kongress gewonnen: Sein demokratischer Parteifreund Barney Frank hatte aus Altersgründen Platz gemacht. Der Distrikt im Bundesstaat Massachusetts ist seit Jahrzehnten fest in demokratischer Hand, zuletzt wurde hier 1944 ein Republikaner gewählt. Der 31-jährige Kennedy tritt in große Fußstapfen: Aus seiner Familie stammten auch der ermordete Präsident John F. Kennedy und der Senator Edward M. Kennedy.

+++ 11.03 In Harry's Bar wussten sie es schon lange +++
Die US-Wahl wird an der Theke entschieden: Zur Präsidentschaftswahl hatten die Exil-Amerikaner in Paris in der legendären "Harry's New York Bar" schon lange den richtigen Riecher. Sie sahen schon vor Tagen Barack Obama klar vorne. Die traditionelle "Strohwahl" in der Bar - eine Abstimmung nur zum Spaß unter den Gästen - erwies sich auch diesmal wieder als ein höchst zuverlässiges Stimmungsbarometer: Am Ende entfielen 305 Stimmen auf Obama und 182 auf seinen Herausforderer Mitt Romney. In Harry's New York Bar wird seit 88 Jahren zur US-Wahl abgestimmt. Bisher lagen die Gäste nur zweimal daneben. Die legendäre Bar, in der schon Ernest Hemingway und F. Scott Fitzgerald ein- und ausgingen, hält an den strengen Regeln fest, die seit dem ersten "Straw Vote" 1924 gelten: Wer abstimmen will, muss seinen US-Ausweis vorzeigen - so wird ausgeschlossen, dass Gäste zweimal wählen. Die kleine weiße Wahlurne ist bis zum Wahlabend mit einem dicken Vorhängeschloss gesichert.

+++ 10.49 Das Netz brummt nach Obamas Sieg +++
Barack Obama wird immer wieder als Präsident der Sozialen Medien bezeichnet. Seinen Sieg im Jahr 2008 schreiben viele seinem versierten Umgang mit Twitter, Facebook & Co. zu. Auch im Zusammenhang mit seiner Wiederwahl glühten jetzt die Drähte. Ihm gelang es, rekordverdächtige Reaktionen im Netz hervorzurufen. Mehr zum Thema gibt's hier.

+++ 10.42 USA haben erstmals homosexuelle Senatorin +++
Übrigens bringt die Senatswahl in den USA einen Schritt in Richtung mehr Liberalität. Erstmals zieht ein bekennend-homosexueller Politiker in die Kammer ein. Die lesbische Demokratin Tammy Baldwin aus Wisconsin gewann das Rennen um den Posten gegen den früheren republikanischen Gouverneur Tommy Thompson. Das wirklich Liberale daran ist: Baldwins sexuelle Orientierung war im Wahlkampf kein großes Thema. Dennoch ist ihr Sieg von historischer Bedeutung. Baldwin ist auch die erste Frau, die den Staat Wisconsin im Senat vertritt.

+++ 10.31 Chinesen und Russen voll des Lobes +++
Auch aus den beiden Supermächten Russland und China liegen jetzt erste Reaktionen vor. Kremlchef Putin habe die Nachricht "sehr positiv" aufgenommen, so ein Sprecher. "Wir hoffen, dass sich sowohl die bilaterale Zusammenarbeit als auch das gemeinsame Wirken auf internationaler Ebene entwickeln und zu mehr Stabilität beitragen." Regierungschef Medwedew lobte Obama als verständnisvollen und verlässlichen Partner. "Ich bin froh, dass an der Spitze des größten und einflussreichsten Staates nicht ein Mensch steht, der Russland für den größten Feind hält." Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao hob in einer Botschaft die "positiven Fortschritte" in den Beziehungen zu den USA hervor. Auch Vizepräsident Xi Jinping schickte seinem Amtskollegen Joe Biden eine Botschaft mit Glückwünschen.

+++ 10.20 Kalifornier wollen Todesstrafe behalten +++
In Kalifornien bleibt es bei der Todesstrafe. Das entschieden die Bürger des Bundesstaates in einer Volksbefragung, die parallel zur Präsidentenwahl abgehalten wurde. Nach Behördenangaben waren 53,6 Prozent der Wähler gegen den Vorschlag, die Todesstrafe abzuschaffen und durch lebenslange Haft ohne Möglichkeit der Begnadigung zu ersetzen. Bislang haben 17 US-Bundesstaaten die Todesstrafe abgeschafft. In den USA wurden an diesem Wahltag noch andere Referenden abgehalten, alle wichtigen Ergebnisse dazu gibt es hier.

+++ 10.15 Obama ist Präsident der Städte +++
Obama hat bei seiner Wiederwahl zwar die urbanen Wählergruppen ansprechen können, war außerhalb der Städte aber ohne Chance. Nach einer Untersuchung von CNN votierten in ländlichen Gebieten nur 39 Prozent für Obama, aber 59 Prozent für seinen Herausforderer Mitt Romney. In den Vorstädten war das Verhältnis deutlich ausgeglichener, aber mit 48 zu 50 immer noch zu Ungunsten Obamas.

+++ 10.04 Cameron arbeitet gerne mit Obama zusammen +++
Noch ein Gratulant: der britische Premier David Cameron. Er sagte: "Ich glaube, er ist ein sehr erfolgreicher US-Präsident. Ich habe in den letzten vier Jahren gern mit ihm zusammengearbeitet." Er freue sich, auch die kommenden vier Jahre mit ihm zu arbeiten. "Es gibt viel, was wir tun müssen: Die weltweite Wirtschaft ankurbeln, und ich möchte ein Handelsabkommen zwischen der EU und den USA sehen." Zudem wolle er mit Obama über die Krise in Syrien reden, sagte Cameron.

+++ 9.44 Obama gewinnt die Reichsten für sich +++
Und noch einmal ein paar Worte zur Wahl im Detail: Neben den ärmsten Bezirken des Landes hat Obama auch die Stimmenmehrheit in den reichsten Bezirken des Landes für sich gesichert. In Loudoun County in Virginia, das mit 115.574 Dollar das US-weit höchste Durchschnittseinkommen pro Haushalt hat, kam der Demokrat auf 51,6 Prozent. Auch in Los Alamos, angeblich der Bezirk mit den meisten Millionären, siegte der Mann, der Reiche stärker besteuern möchte. Knapp 49 Prozent stimmten für Obama.

+++ 9.41 Hollande begrüßt Obama-Sieg "herzlichst" +++
Besonders herzliche Glückwünsche bekommt Obama von Frankreichs Präsident François Hollande. Der Sozialist wertet den Sieg des Demokraten als eine "klare Entscheidung für ein offenes, solidarisches Amerika". Im Namen aller Franzosen und persönlich gratuliere er "herzlichst". Frankreich gilt mehreren Umfragen zufolge als eines der Länder weltweit, in denen Obama die stärkste Unterstützung erfährt. Fast 80 Prozent der Franzosen, von der Linken bis hin zum extrem rechten Lager, hatten sich einen Sieg Obamas bei der Präsidentenwahl gewünscht. Hollande hatte öffentlich eine Wiederwahl des US-Präsidenten unterstützt.

+++ 9.26 Florida setzt Auszählung aus +++
In Florida ist die Auszählung der Stimmen gestoppt worden, weil es so knapp wird. Nach derzeitigem Stand liegen 98 Prozent der Ergebnisse vor. Nach offiziellen Angaben bekommt Obama 49,85 Prozent, auf seinen republikanischen  Herausforderer Mitt Romney entfallen demnach 49,29 Prozent. Florida ist der letzte Staat, aus dem das Ergebnis nun noch aussteht. Gut, dass das Ergebnis keinen Einfluss mehr auf den Ausgang der Wahl insgesamt hat.

+++ 9.18 Merkel lädt Obama ein +++
Kanzlerin Angela Merkel gratuliert US-Präsident Barack Obama zur Wiederwahl und lädt ihn zu einem Besuch in Deutschland ein. Sie freue sich auf Fortsetzung der engen und freundschaftlichen Zusammenarbeit, schrieb Merkel. Als gemeinsame Aufgaben hob sie besonders die Bewältigung der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, das Engagement in Afghanistan und die Herausforderung durch das iranische Nuklearprogramm hervor. "Es wäre mir eine Freude, Sie bald wieder als meinen Gast in Deutschland begrüßen zu können", schrieb Merkel.

+++ 8.55 Nato-Chef Rasmussen freut sich +++
Auch Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat dem wiedergewählten US-Präsidenten Barack Obama gratuliert. Rasmussen betonte in einer Erklärung die für Frieden und Sicherheit wichtige "Verbindung zwischen Europa und Nordamerika". Obama habe "herausragende Führung bei der Bewahrung dieser unerlässlichen Verbindung gezeigt", schrieb der Nato-Chef. Er freue sich auf die weitere enge Zusammenarbeit. Innerhalb der Nato entfällt der Großteil der Verteidigungsausgaben auf die USA.

+++ 8.40 Florida ist noch immer nicht fertig ausgezählt +++
Noch einmal der Vollständigkeit halber: Die Ergebnisse für alle US-Staaten liegt nun verlässlich vor mit einer Ausnahme: Florida. Nach derzeitigem Stand der Auszählung liegt Obama knapp vorne. 29 Wahlmännerstimmen sind hier zu holen. Insgesamt steht es, diese Stimmen außen vor gelassen, so: Obama kommt auf 303 Wahlmänner, Romney steht bei 206.

+++ 8.36 "Legalize it": Colorado stimmt dafür +++
Neben der Abstimmung über den Präsidenten der USA stand an diesem Wahltag in den USA noch mehr auf dem Spiel. Die Gelegenheit wurde genutzt, um über run 170 Volksbegehren befinden zu lassen. Eines der Ergebnisse liegt nun vor: Colorado gibt als erster US-Staat Marihuana als Genussmittel frei. Die Wähler des Rocky-Mountain-Staates billigten eine entsprechende Änderung der Landesverfassung mit einer Mehrheit von knapp 53 Prozent. Auch im Westküstenstaat Washington feierten Befürworter einer ähnlichen Initiative einen Erfolg, während in Oregon eine Legalisierung scheiterte. Mit der Entscheidung in Colorado droht ein Konflikt mit der US-Bundesregierung, die Marihuana weiter als illegale Droge einstuft.

+++ 8.33 Gauck schickt Grüße "im Namen meiner Landsleute" +++
Und nun kommen auf beste Wünsche vom deutschen Staatsoberhaupt: Bundespräsident Joachim Gauck wünscht Obama viel Glück für seine zweite Amtszeit. "Zu Ihrer Wiederwahl zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gratuliere ich Ihnen, auch im Namen meiner Landsleute, sehr herzlich", schrieb Gauck. Als Partner gleicher Werte und Überzeugungen trügen die USA und Deutschland gemeinsam Verantwortung in der Welt. "Wir sind gefordert, die globalen Herausforderungen und Bedrohungen für Freiheit, Frieden, Wohlstand und unsere Umwelt anzunehmen", betonte Gauck. Dazu werde Deutschland an der Seite der USA auch weiterhin verlässlich seinen Beitrag leisten.

+++ 8.30 EU-Spitze setzt auf engere Kooperation +++
Und noch mehr Gratulanten: Für die EU beglückwünschten Kommissionspräsident José Manuel Barroso und Ratschef Herman Van Rompuy Obama. Sie bezeichneten die USA gemeinsam als "strategischen Schlüsselpartner". Sie hoffen auf eine noch engere Zusammenarbeit, insbesondere in der Sicherheits- und Wirtschaftspolitik. Barroso und Van Rompuy kündigten an, den wiedergewählten US-Präsidenten rasch treffen zu wollen. Auch der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz, betonte in seiner Glückwunschnote die engen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Europa und den Vereinigten Staaten. Das Europaparlament wolle mit der US-Führung zusammenarbeiten, um bis zum Jahr 2015 einen "transatlantischen Binnenmarkt" zu vollenden.

+++ 8.27 Wahl ist Tokioter Börse schnuppe +++
Die Börse in Tokio hat uneinheitlich tendiert. Die Wiederwahl von US-Präsident Barack Obama hatte nur wenig Einfluss auf den Handel. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte notierte zum Handelsschluss ein Minus von 2,26 Punkten oder 0,03 Prozent auf 8 972,89 Zähler.

+++ 8.23 Netanjahu: Allianz "stärker denn je" +++
Nach dem Sieg Obamas trudeln weitere Glückwünsche ein: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärt nach Obamas Sieges-Rede, die strategische Allianz zwischen den USA und Israel sei "stärker denn je". Er werde weiterhin mit Obama zusammenarbeiten, um die Interessen durchzusetzen, "die für die Sicherheit der israelischen Bevölkerung entscheidend sind". Das Verhältnis zwischen Obama und Netanjahu gilt vor allem wegen unterschiedlicher Auffassungen im Umgang mit dem Iran, aber auch wegen des Konflikts mit den Palästinensern als belastet.

+++ 8.20 Obama-Tweet bricht alle Rekorde +++
"Vier weitere Jahre" - Barack Obamas Twitter-Botschaft zur Bestätigung seiner Wiederwahl hat einen Rekord aufgestellt. Innerhalb einer halben Stunde nach dem Tweet gegen 5.16 Uhr unserer Zeit wurde die Kurznachricht etwa 300.000 Mal weitergeleitet, wie die in den USA populäre Internetseite Buzzfeed berichtete, die auf Meldungen aus dem Bereich der Sozialen Medien spezialisiert ist. Der Retweet, wie es unter Twitter-Nutzern heißt, verdrängte eine Botschaft von Teenie-Popstar Justin Bieber von der Spitze.

+++ 8.17 Hinrichtung am Tag der Wahl +++
Am Tag der US-Wahl ist im Bundesstaat Oklahoma ein verurteilter Mörder hingerichtet worden. Der 56-jährige Garry Thomas Allen starb nach Behördenangaben durch eine Giftspritze. In seinen letzten Worten vor seinem Tod äußerte sich Allen auch zur US-Präsidentschaftswahl. "Es wird ein sehr knappes Rennen", sagte er nach Angaben eines Sprechers der Strafvollzugsbehörden von Oklahoma. Allen war demnach offenbar überrascht davon, dass die Hinrichtung tatsächlich vollzogen wurde, nachdem sie zuvor drei Mal verschoben worden war. Er war 1986 für den Mord an der 24-jährigen Mutter seiner zwei Kinder zum Tode verurteilt worden. Bis zuletzt hatten seine Anwälte das Todesurteil angefochten.

+++ 8.13 Obama beschwört Amerikas Einheit +++
Noch einmal eine entscheidende Stelle von Obamas Rede. Er schloss mit diesen Worten: "Egal, woran Du glaubst, wo Du herkommst, ob Du weiß oder schwarz bist, Latino oder Indianer, schwul oder hetero: Du kannst es hier schaffen." Auch die politischen Ausrichtung sei zweitrangig: "Wir sind keine blauen und roten Staaten, wir sind die Vereinigten Staaten von Amerika." Und Obama schließt, wie es sich gehört, mit: "Danke Amerika, Gott schütze die Vereinigten Staaten."

+++ 8.02 Die Obamas liegen sich in den Armen +++
Nach der umjubelten Rede von US-Präsident Obama nach seinem Wahlsieg bleibt der Demokrat noch minutenlang auf der Bühne. An seiner Seite sind Vizepräsident Joe Biden, dessen Familie sowie die Obamas, die schon vor seiner Rede anwesend waren. Alle liegen sich in den Armen, die Menschen in der Halle sind begeistert.

+++ 7.59 Obama: "Heute habt ihr Action gewählt" +++
Obama betont auch die Erfolge seiner ersten Amtszeit. "Unsere Wirtschaft hat sich erholt. Das Jahrzehnt des Krieges ist vorbei", rief er. Er gehe gestärkt und noch motivierter als bisher in seine zweite Amtszeit. "Heute habt ihr Action gewählt, nicht Politik nach altem Schema."

+++ 7.55 Obama reicht Republikanern die Hand +++
Obama reicht den Republikanern die Hand zur Zusammenarbeit. Er werde sich mit dem unterlegenen republikanischen Kandidaten Mitt Romney zusammensetzen und darüber sprechen, wo beide Seiten kooperieren könnten, sagte Obama vor jubelnden Anhängern in Chicago.

+++ 7.52 "Ich habe Ihnen zugehört": Obama will sich reinhängen +++
"Ob ich Ihre Stimme bekommen habe oder nicht, ich habe Ihnen zugehört. Mit ihren Anliegen werde ich ins Weiße Haus zurückkehren, um meine Arbeit besser fortzusetzen." Mit diesen Worten gelobt Obama vor dem Volk, weiter hart für das Wohl seines Landes einzustehen. Er nimmt aber auch die Bürger selbst in die Pflicht. In einer Demokratie ende die Verantwortung der Bürger nicht mit den Wahlen.

+++ 7.46 Obama: "Das Beste kommt noch" +++
In seiner Dankesrede ist Präsident Obama um Pathos bemüht. "Das Beste kommt noch", verkündet er. Und er erinnert an die Arbeit aller Amerikaner, die daran teilhätten, die Nation nach vorne zu bringen. Er beschwört die Einheit des Landes, gerade nach einem engagiert geführten Wahlkampf.

+++ 7.42 Obama: "Michelle, ich liebe dich" +++
Wie es in den USA üblich ist, gesteht Obama vor der Nation seiner Frau Michelle die Liebe. Er sagte: "Michelle, ich habe dich nie mehr geliebt, als heute." Auch seinen Töchtern widmet er liebevolle Worte.

+++ 7.39 Obama dankt Wählern und Romney +++
"Heute, mehr als 200 Jahre, nachdem eine Kolonie das Recht erworben hat, ihr Schicksal selbst zu bestimmen, ist das Projekt, unsere Union zu vollenden, einen weiteren Schritt vorangekommen." Das sind die ersten Worte des wiedergewählten Präsidenten Obama. Er dankte allen Wählern für ihre Teilnahme und bei seinem Herausforderer Romney.

+++ 7.36 Jubel brandet auf: Obama ist da +++
Nach langem Warten betritt Barack Obama die Bühne in Chicago. An seiner Seite sind seine Frau und seine Töchter.

+++ 7.35 Obama bekommt Glückwünsche aus Europa +++
Die ersten Glückwünsche aus Europa treffen ein: "Herzliche Glückwunsche an meinen Freund Barack Obama", twittert der britische Premierminister David Cameron. "Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit." EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso twittert mit ähnlicher Wortwahl: "Herzlichen Glückwunsch, ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit und auf noch engere Beziehungen."

+++ 7.33 Soros: "Tür offen für vernünftigere Politik" +++
Was passiert da hinter dem roten Vorhang? Seit einer halben Ewigkeit tut sich auf der Bühne in Chicago nichts. Feilt Obama noch an seiner Rede? Währenddessen äußern sich andere. So etwa der berühmte Investor George Soros: "Die amerikanischen Wähler haben extremistische Positionen abgelehnt. Das öffnet die Tür für eine vernünftigere Politik. Die gewählten Republikaner werden in den kommenden Jahren hoffentlich bessere Partner sein - besonders notwendig ist das für die Vermeidung des sogenannten 'fiscal cliff'."

+++ 7.25 Obama gewinnt asiatischstämmige Bürger für sich +++
Während alle auf die Worte des Wahlsiegers Obama warten, wollen wir einmal die US-Wahl nach sozialen Gruppen aufschlüsseln: Obama konnte bei den Wählern asiatischer Abstammung deutlich dazu gewinnen. Dafür hat er aber bei den jüngsten Wählern klar verloren. Nach einer von der "Washington Post" veröffentlichten Wählerbefragung stimmten 74 Prozent der Wähler mit asiatischen Wurzeln für Obama. Vor vier Jahren waren es nur 62 Prozent. Dafür verlor der Präsident sechs Prozentpunkte bei den Wählern unter 30, von denen noch 60 Prozent für ihn stimmten. Wie 2008 konnte Obama wieder deutlich mehr bei den Frauen als bei den Männern punkten. Nach einer Erhebung von CNN stimmten bei den Männern nur 45 Prozent für Obama, 52 für seinen Herausforderer Mitt Romney. Bei den Frauen lag Obama hingegen mit 55 Prozent elf Punkte vor Romney. Bei Müttern und Vätern ist das Verhältnis noch deutlicher: Bei den Müttern gewann Obama mit 56 zu 43, bei den Vätern verlor er mit 45 zu 53.

+++ 7.08 Halle in Chicago tobt in Obama-Euphorie +++
Die Halle in Chicago tobt: Der alte und neue US-Präsident Barack Obama tritt vor die Menge. Die Stimmung ist bestens. Der Demokrat liegt uneinholbar vorne, Herausforderer Romney hat schon eingestanden, dass er verloren hat. Obama hatte lange auf sich warten lassen, bis zuletzt war es eine Hängepartie.

+++ 7.03 Obama kommt +++
Nach der Rede von Mitt Romney tritt jetzt gleich US-Präsident Barack Obama auf die Bühne in Chicago. Zuvor bekommen die Anhänger Videosequenzen von Obama aus früheren Zeiten vorgespielt.

+++ 6.56 Romney gesteht Niederlage ein +++
Der gescheiterte republikanische US-Präsidentschaftskandidat Romney hat Obama zum Sieg gratuliert und seine Niederlage eingestanden. Nachdem er Obama angerufen hatte, um ihm zu gratulieren, trat er vor die Menschen in Boston. Er sagte: "Ich wünsche dem Präsidenten, der First Lady und seinen Kindern alles Gute. Ich bete dafür, dass der Präsident bei der Führung unseres Landes viel Erfolg haben wird." Die USA könnten sich keinen weiteren Parteienstreit mehr leisten. Er kündigte an, dass die Republikaner daran mitwirken wollen, die Probleme des Landes zu lösen.

+++ 6.53 Auch Virginia geht an Obama +++
Der Wahlsieg von Obama wird immer klarer. Der Demokrat sicherte auch den umkämpften Staat Virginia, wie CNN und "New York Times" berichteten. Auf Virginia entfallen 13 Wahlmännerstimmen. Die Umfragen vor der Wahl waren in keinem anderen Staat so knapp gewesen wie in Virginia.

+++ 6.40 Romney bleibt in der Deckung +++
Was sich da bloß hinter den Kulissen abspielt? Noch immer lassen sich weder Obama in Chicago noch der unterlegene Romney in Boston in der Öffentlichkeit blicken. Mittlerweile ist die Sache klar: Selbst wenn Ohio doch nicht an Obama gehen sollte, reicht es für "four more years". Denn in Colorado gehen die Wahlmänner an den Demokraten. Obama muss auf Romney warten. In den USA spricht immer zuerst der Wahlverlierer, so will es der Brauch.

+++ 6.27 "Alles in Butter": Hollywood feiert Obama-Sieg +++
Viele Stars aus Film- und Musikwelt melden sich nach der Wiederwahl Obamas per Twitter begeistert zu Wort. "Ich bin so froh! Das ist eine der besten Nächte meines Lebens! Tränen laufen über mein Gesicht!", schrieb etwa Cher. "Alles in Butter!", jubelte Sängerin Katy Perry. Sie hatte sich im Wahlkampf mit Auftritten für Obama stark gemacht. Sängerin La Toya Jackson gratulierte Obama zu seinem Wahlsieg. "Vier weitere Jahre! Der beste Mann hat gewonnen!", tat sie ihren Twitter-Anhängern kund. "Twilight"-Schauspielerin Nikki Reed: "Amerika! Wir haben es geschafft! Obama!".

+++ 6.21 Westerwelle malt sich Zukunft mit Obama aus +++
Außenminister Guido Westerwelle hofft nach der Wiederwahl von US-Präsident Barack Obama auf neue Impulse in der Abrüstung sowie für eine weitere Liberalisierung des Welthandels. "Bei der Abrüstungspolitik muss noch mehr passieren", sagte Westerwelle, der sich in New York aufhielt. Die "Gunst der Stunde" müsse nun genutzt werden. Zugleich plädierte er für "mehr Freihandel" zwischen Europa und den USA.

+++ 6.17 Colorado wählt Obama +++
US-Präsident Barack Obama hat nach Angaben mehrerer TV-Sender auch den Swing State Colorado gewonnen. Damit hätte er auch ohne Ohio die notwendige Mehrheit an Wahlmännerstimmen für eine zweite Amtszeit beisammen.

+++ 6.15 Obama-Anhänger feiern vor Weißem Haus +++
Noch ist es eine Hängepartie, doch für die Anhänger von Obama ist die Wahl schon entschieden. Die Bekanntgabe des Sieges des Demokraten - der ja von Romney derzeit noch nicht anerkannt wird - hat zu Jubelszenen vor dem Weißen Haus in Washington geführt. Mehrere Hundert begeisterte Schaulustige schwenkten US-Flaggen und Wahlplakate von Obama. Manche fielen einander in die Arme. Andere stießen mit Bierdosen an. Auf den Präsident werden sie allerdings vergebens warten. Der hält sich in seiner Heimatstadt Chicago auf.

+++ 6.07 Obama und Romney lassen auf sich warten +++
Alle Zeichen stehen auf einem Wahlsieg von Barack Obama. Doch der Amtsinhaber tritt vorerst nicht vor die Menschen, um sich als Sieger feiern zu lassen. Und auch Mitt Romney gesteht seine Niederlage vorerst nicht ein. Noch fehlt ein offizielles Ergebnis aus Ohio, dem Staat, der momentan das Zünglein an der Waage darstellt.

+++ 6:02 Die Ärmsten wählen Obama +++
Barack Obama ist Präsident der Armen. In Ziebach County in South Dakota, dem Kreis der USA mit der höchsten Armutsrate, wählten 58 Prozent den Demokraten. Allerdings sind das fünf Prozentpunkte weniger als vor vier Jahren. Im nicht weit entfernten Buffalo County stimmten 74 Prozent für Obama, 26 Prozent für seinen Herausforderer Mitt Romney - fast das gleiche Ergebnis wie vier Jahre zuvor.

+++ 5.57 Romney erkennt Niederlage nicht an +++
Mitt Romney erkennt die Wahlniederlage nach einem US-Fernsehbericht noch nicht an. Er habe den Staat Ohio noch nicht verloren gegeben, meldete der Sender NBC. Üblicherweise gestehen die Verlierer bei US-Wahlen ihre Niederlage innerhalb kurzer Zeit ein.

+++ 5.54 Vier weitere Jahre für Obama +++
"Four more years" – "Vier weitere Jahre" war der  Slogan der Obama-Anhänger im Wahlkampf. Diese vier Jahre hat Obama nun Zeit das umzusetzen, was ihm in der ersten Amtszeit nicht gelungen ist. Viele Beobachter erwarten, dass Obama in seiner zweiten Amtszeit dem Druck aus dem republikanischen Repräsentantenhaus besser standhalten kann.

+++ 5.31 Obama: "Wir stehen alle zusammen. Danke." +++
US-Präsident Barack Obama bedankt sich bei seinen Anhängern für die gewonnene Wahl. "Das passierte nur Euretwegen. Danke.", schreibt er per Twitter. Kurz danach postet er: "Vier weitere Jahre." Viele Tweets werden von Mitarbeitern verfasst, dieser trägt aber Obamas Initialen "bo": "Wir stehen alle zusammen. So haben wir Wahlkampf gemacht und so sind wir. Danke."

+++ 5.28 Demokraten feiern die Wiederwahl Obamas +++
Die Anhänger von Barack Obama strömen auf die Straßen. In Chicago feiern Zehntausende.

+++ 5.17 Obama gewinnt die Wahl +++
Barack Obama bleibt der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Der Vorsprung in den entscheidenden Staaten scheint für den Herausforderer Mitt Romney nicht mehr einholbar zu sein. Sowohl in Ohio wie auch in Florida liegt Obama vorne.

+++ 5.06 Swing-States wählen gespalten +++
Es gibt Ergebnisse aus zwei umkämpften Staaten: Wisconsin (10 Stimmen), die Heimat Romneys, wählt Obama. Ebenso Iowa (6 Stimmen). North Carolina (15 Stimmen) geht an Romney.

+++ 4.33 Florida tendiert zu Obama +++
Gewinnt Obama die Stimmen aus Florida, ist eine Fortsetzung seiner Präsidentschaft so gut wie sicher. Bislang sind 87 Prozent der Stimmen dort ausgezählt. Für Obama stimmten davon 50 Prozent, für Romney 49 Prozent. Der Unterschied beträgt 46.000 Stimmen.

+++ 4.13 Gary E. Johnson könnte Wahl entscheiden +++
Gary E. Johnson, kaum beachteter dritter Kandidat , könnte zum Stolperstein für den Republikaner Mitt Romney werden. Der Konservative hat in Florida mehrere Zehntausend Stimmen gewonnen. Das ist bei mehr als 19 Millionen Einwohnern zwar nur eine Marginalie – aber genau diese Stimmen könnten Romney am Ende für einen Sieg in dem wichtigen Swing State fehlen. Johnson ist Kandidat der libertären Partei, die den Republikanern nahesteht. Analysten gehen davon aus, dass die Wähler dieser radikal auf freie Marktwirtschaft setzenden Partei ohne eigenen Kandidaten den der Republikaner wählen würden.

+++ 4.03 Wichtige Staaten machen es spannend +++
Mit Utah bekommt Mitt Romney weitere, längst als sicher gehandelte Stimmen. New Hampshire geht an Obama. Viele wichtige Staaten sind noch nicht ausgezählt. In Florida liegt Obama mittlerweile um einen Prozentpunkt vorne, in Ohio holt Romney auf. Der Zwischenstand: Obama 147, Romney 158.

+++ 3.43 CBS: Swing-State New Hampshire wählt Obama +++
Obama bekommt die vier Wahlmännerstimmen aus New Hampshire, das bis zuletzt umstritten war, berichtet der Sender CBS.

+++ 03.19 Florida: Kandidaten trennen nur 190 Stimmen +++
Florida hat 19 Millionen Einwohner. Dennoch trennen die Kandidaten nach Auszählung von 78 Prozent nur 190 Stimmen.

+++ 03.16 Republikaner behalten Mehrheit im Abgeordnetenhaus +++
Die Republikaner behalten nach Hochrechnungen von CNN die Mehrheit der Sitze im US-Repräsentantenhaus. Sie hatten die Mehrheit bei den Kongresswahlen 2010 von den Demokraten übernommen und konnten damit wichtige Gesetzesvorhaben von US-Präsident Barack Obama blockieren.

+++ 3.05 Bereits 29 Staaten ausgezählt +++
Von North Dakota im Norden bis Texas im Süden wählen die USA traditionell einen Republikaner. Das ist auch dieses Mal so. Die Stimmen aus der Mitte der USA gehen an Mitt Romney. Obama gewinnt weitere Staaten an der Ostküste. Der Zwischenstand: Obama 123, Romney 152. Bis hierhin waren diese Ergebnisse erwartet worden. Keiner der entscheidenden Swing-States ist bisher ausreichend ausgezählt. Auch Michigan geht an Obama - Romney hatte sich hier Chancen ausgerechnet.

+++ 2.47 Romney liegt wieder vorne +++
Nun gelten sie Ergebnisse in 15 Staaten als sicher. Zuletzt wurde Alabama ausgezählt und für Mitt Romney gewertet. Der Republikaner hat nun 82 Wahlmänner auf seiner Seite, Demokrat Obama nur 64. Die Blicke gehen weiter nach Ohio und Florida, die beide im Wahlkampf hart umkämpft wurden.

+++ 2.34 Deutscher Beobachter: Umstände der Wahl "unzumutbar" +++
Der deutsche OSZE-Wahlbeobachter Jürgen Klimke kritisiert die Wahlabläufe vor Ort. Die Vertreter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) seien in ihrer Arbeit eingeschränkt worden, sagte der Bundestagsabgeordnete nach Angaben von "Welt Online". Den Wahlbeobachtern seien die zu besuchenden Wahllokale vorgegeben worden. Wahlbeobachter dürften zudem in einigen Wahllokalen nicht fotografieren, kein Handy mitführen und die Leute nicht ansprechen. Klimke monierte auch, dass in manchen Wahllokalen Bilder von Präsident Barack Obama hingen. "Das ist indirekte Wahlbeeinflussung", sagte er. Auch die teils langen Warteschlangen vor den Wahllokalen seien "unzumutbar".

+++ 2.28 Höchste Spannung in Florida +++
In Florida sind derzeit 50 Prozent der Stimmen ausgezählt. Das vorläufige Ergebnis: 50 Prozent für Obama, 50 Prozent für Romney.

+++ 2.20 Ohio tendiert zu Obama - 19 Prozent ausgezählt +++
Seit Tagen schaut alles nach Ohio: Der Staat gilt als wichtigster Swing-State. Schafft es Obama hier, ist ihm eine zweite Amtszeit so gut wie sicher. Nach Auszählung von 19 Prozent stimmten 59 Prozent für Obama.

+++ 2.14 Georgia wählt Romney +++
Die 16 Wahlmänner aus Georgia gehen wie erwartet an Mitt Romney. Zwischenstand: Obama 64, Romney 56. Um Präsident zu werden, braucht ein Kandidat 270 Wahlmännerstimmen.

+++ 2.03 Obama hat bereits 64 Wahlmänner sicher +++
Barack Obama gewinnt die Wahlmänner von Vermont, Massachusetts, Conneticut, Rhode Island, Dalaware, Maryland und dem District of Columbia. Oklahoma und South Carolina gehen an Romney. Obama führt damit mit 64 zu 40 Wahlmännerstimmen.

+++ 1.59 Die Wahlnacht in Bildern +++
Barack Obama und Mitt Romney liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Sehen Sie hier die besten Bilder des Wahltags.

+++ 1.53 Steinmeier: Romneys Weg wäre nicht klar +++
Auch Frank-Walter Steinmeier (SPD) weiß nicht genau, was er von den Positionen Mitt Romneys halten soll. Bei der n-tv-Wahlparty sagt er: "Bei Romney sind wir uns unsicher, welchen Weg er gehen würde. Der Wahlkampf gibt darauf keinen Hinweis. Dafür hat er seine Position zu häufig gewechselt."

+++ 1.45 Update Florida: Obama knapp vorne +++
In Florida sind nun 28 Prozent der Stimmen ausgezählt. 51 Prozent stimmten für Obama, 48 Prozent für Romney. Ein knappes Ergebnis wurde erwartet. Florida ist einer der entscheidenden Swing-States und hat mit 29 sehr viele Wahlmänner zu vergeben.

+++ 1.37 Wahlkampf noch nicht zu Ende +++
Die ersten Staaten gelten als sicher, doch der Wahlkampf läuft weiter. "Macht Anrufe, als wäre es der letzte Tag der Kampagne", schreibt Barack Obama auf Twitter. Und fügt hinzu: "Denn das ist es."

+++ 1.32 Romney siegt in West Virginia +++
Mitt Romney erreicht auch in Virginia die Mehrheit der Stimmen. Dadurch erhält er 5 Wahlmännerstimmen. Der Zwischenstand: Obama 3 – Romney 24.

+++ 1.25 Romney siegt in Indiana +++
Mitt Romney erreicht die Mehrheit der Stimmen in Indiana. Dadurch erhält er 11 Wahlmännerstimmen. Der Zwischenstand: Obama 3 – Romney 19.

+++ 1.12 Romney liegt in Florida vorne +++
65 Prozent der bisher ausgezählten Stimmen aus Florida gehen an Mitt Romney. Noch sind im wichtigen Swing-State allerdings weniger als 1 Prozent ausgezählt.

+++ 1.02 CNN-Prognose: Vermont für Obama, Kentucky für Romney +++
Laut CNN-Hochrechnung gewinnt Obama die drei Wahlmänner aus Vermont, Romney siegt in Kentucky und erhält von dort acht Wahlmännerstimmen.

+++ 0.47 Die ersten Zahlen sind da +++
Die ersten Ergebnisse der Auszählungen werden vermeldet. In Indiana stimmten bisher 60 Prozent für Romney, in Kentucky 69 Prozent. In New Hampshire liegt Obama mit 65 Prozent vorne. Ausgezählt sind jeweils weniger als 1 Prozent der Stimmen.

+++ 0.35 Romney: Habe nur eine Siegesrede geschrieben +++
Herausforderer Mitt Romney gibt sich siegessicher. Er habe für den Fall einer Niederlage keine Rede vorbereitet, sagte er vor Journalisten. Er sei sehr stolz auf seine Kampagne, sagte der Republikaner, auch wenn keine Kampagne perfekt sein könne.

+++ 0.20 Claudia Roth: Positive Bilanz der vier Obama-Jahre +++
"Ein Präsident kann nur tun, was ihm die Mehrheiten ermöglichen", sagt Claudia Roth am Rande der n-tv-Wahlparty. Ihre Bilanz der bisherigen Obama-Präsidentschaft ist positiv, aber Kritik hat sie auch: Vor allem bemängelt sie, dass Obama das Gefangenenlager Guantanamo nicht geschlossen hat.

+++ 0.09 Erste Wahllokale schließen +++
In den US-Bundesstaaten Indiana und Kentucky haben die ersten Wahllokale geschlossen. In den östlichen Gebieten der beiden Bundesstaaten endete die Präsidentschaftswahl um 18 Uhr (0 Uhr MEZ), während in den in einer anderen Zeitzone liegenden westlichen Teilen die Wahllokale noch eine weitere Stunde geöffnet bleiben.

Lesen Sie hier, was vor Mitternacht passierte.

Quelle: n-tv.de

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