Politik

Kaum TruppenbewegungenM23-Rebellen halten Stellungen

28.11.2012, 13:33 Uhr
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M23-Rebellen in Sake wissen nichts von Abzugsplänen. (Foto: AP)

Eigentlich sollen die M23-Miliz bis Freitag die besetzten Gebiete im Osten des Kongo geräumt haben. Doch Beobachter können nicht erkennen, dass die Rebellen Anstalten machen, sich zurückzuziehen. Auch wenn ihr Chef Makenga etwas anderes behauptet.

Um den Abzug der Rebellen aus besetzten Gebieten im Ostkongo gibt es weiter Konfusion. Offenbar herrscht unter den Anführern der so genannnten Bewegung M23 Uneinigkeit über die Strategie und den Zeitplan für den Rückzug.

Ein Militärführer in der Stadt Sake, der namentlich nicht genannt werden wollte, sagte: "Wir haben keine Befehle für einen Abzug erhalten und bleiben erstmal hier." M23-Militärchef Sultani Makenga erklärte hingegen, die Rebellen seien im Begriff, sich sowohl aus Sake als auch aus der 25 Kilometer nördlich gelegenen Provinzhauptstadt Goma zurückzuziehen.

M23 stellen Forderungen auf

Augenzeugen berichteten, dass es rund um Sake keinerlei Militärbewegungen gebe. In Goma seien hingegen viel weniger Uniformierte zu sehen und Lastwagen mit Rebellen führen aus der Stadt hinaus, zitierte Dominic Keyzer von der Organisation "World Vision" mehrere Bewohner der Stadt.

Erst kurz zuvor hatte der politische Führer der Bewegung, Jean-Marie Runiga Lugerero, zahlreiche Forderungen an die kongolesische Regierung gestellt und erklärt, es werde erst dann einen Abzug aus der Region geben, wenn diese erfüllt werden.

Die M23 hatte Goma in der vergangenen Woche besetzt und anschließend Sake und weitere Orte erobert. Ein Ultimatum der Nachbarstaaten, die mit einem Militäreinsatz gedroht hatten, ließen die Rebellen Anfang der Woche verstreichen.

Quelle: ntv.de, dpa