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Diese Flüchtlinge werden von Malaysia wieder weggeschickt.
Diese Flüchtlinge werden von Malaysia wieder weggeschickt.(Foto: dpa)

Boote sollen wieder umkehren: Malaysia schickt Flüchtlinge zurück aufs Meer

Seit Monaten versuchen Flüchtlinge aus Myanmar und Bangladesch nach Indonesien oder Malaysia einzureisen. Die meisten versuchen es über den Seeweg - doch die malaysische Regierung will sie nicht haben und weist sie schroff ab.

Zwei Schiffe mit insgesamt etwa 600 Flüchtlingen an Bord sind von den malaysichen Behörden zurück aufs Meer geschickt worden. Die Boote seien in der Nacht vor den Inseln Penang und Langkawi entdeckt worden, sagte ein Behördenvertreter. Die Insassen seien mit Trinkwasser versorgt und dann weggeschickt worden. "Wir haben ihnen verboten einzureisen, aber wir haben sie mit Lebensmitteln und Wasser versorgt, um unsere menschenrechtliche Pflicht zu erfüllen", sagte der Chef der regionalen Polizei.

Vor der Küste Thailands geriet unterdessen ein Boot mit etwa 300 Flüchtlingen an Bord in Seenot. Das Schiff trieb mehrere Kilometer von der südlichen Insel Koh Lipe entfernt im Meer. Etwa zehn Menschen seien während der Überfahrt bereits gestorben, sagte ein Flüchtling einem Reporter, der sich dem Schiff mit anderen Journalisten in einem Boot genähert hatte. "Wir wollen nach Malaysia", fügte er hinzu. Bei den Insassen, unter ihnen viele Kinder, handelte es sich offenbar um Angehörige der muslimischen Minderheit der Rohingya aus Myanmar.

"Wir senden das richtige Signal"

Die malaysische Regierung will Bootsflüchtlinge künftig generell auf das Meer zurückschicken und hat Kritik an dieser Vorgehensweise zurückgewiesen. "Wir senden ihnen das richtige Signal, indem wir sie dorthin senden, wo sie herkommen", sagte der malaysische Heimatminister Wan Hunaidi Tuanku Jaafar. Malaysische Behörden wollten die Berichte jedoch nicht bestätigen, dass zwei Boote tatsächlich zurück auf hohe See geschickt worden seien.

Die UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR sagte, derzeit befänden sich Tausende Flüchtlinge in südostasiatischen Gewässern. Am vergangenen Wochenende waren in Indonesien und Malaysia 1600 Bootsflüchtlinge angekommen. Malaysia hatte einige von ihnen inhaftiert. Indonesien versorgte rund 500 Insassen eines Boots mit Verpflegung und Medikamenten, bevor diese Richtung Malaysia weiterfahren wollten.

Nach Angaben des UNHCR haben in den ersten drei Monaten des Jahres rund 25.000 Angehörige der muslimischen Rohingya Minderheit aus Bangladesch und Myanmar versucht, sich mit Booten in andere Länder abzusetzen. Das Flüchtlingsproblem betrifft die ganze Region.

Thailand und Indonesien verfolgen offiziell die Politik, Boote nicht wieder auf See zurückzuschicken. Thailands Regierung geht aber gegen Schlepperbanden vor, nachdem 33 Leichen - mutmaßlich Flüchtlinge - in der Nähe zur malaysischen Grenze gefunden worden waren.

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Quelle: n-tv.de

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