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Die Soldaten verletzten den Mann schwer.
Die Soldaten verletzten den Mann schwer.

Fahrer durch Schüsse verletzt: Mann rast auf Soldaten vor Moschee zu

Mit voller Absicht rast ein Autofahrer vor einer Moschee in Frankreich auf Wachsoldaten zu. Als er ein zweites Mal Kurs auf die Soldaten nimmt, eröffnen die das Feuer und verletzen den Mann schwer.

Vor einer Moschee in Frankreich hat ein Autofahrer seinen Wagen auf dort postierte Wachsoldaten gesteuert. Die Soldaten schossen auf das Auto, der Fahrer wurde durch zwei Schüsse schwer verletzt. Auch einer der vier Soldaten sowie ein Passant erlitten Verletzungen, wie die Behörden mitteilten. Die Motive des Fahrers waren zunächst nicht bekannt.

Der Mann raste den Angaben zufolge auf die Soldaten zu, die auf einem Parkplatz vor der Moschee Wache standen. Sie riefen dem Mann eine Warnung zu und eröffneten nach eigener Aussage das Feuer, als er ein zweites Mal auf sie zufuhr. Dabei wurde er an einem Arm und an einem Bein getroffen und ins Krankenhaus gebracht, wo er operiert wurde.

Die Verletzungen des Mannes seien "schwer, aber nicht lebensbedrohlich", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Minister für Verteidigung und Inneres, Jean-Yves Le Drian und Bernard Cazeneuve. Ein Muslim, der durch eine verirrte Kugel am Bein verletzt wurde, wurde ebenfalls operiert, wie Bürgermeister Nicolas Daragon sagte. Ein Soldat wurde durch das Auto am Bein verletzt. Auch er wurde ins Krankenhaus gebracht. 

Mann mit "maghrebinischen Wurzeln"

Der Fahrer des Wagens soll ein Einzeltäter gewesen sein. Laut ersten Erkenntnissen der Ermittler, die aus deren Umfeld verlauteten, handelt es sich um einen 29-jährigen Mann aus der Gegend von Lyon. Er sei bislang nicht der Polizei bekannt gewesen. Einer der Imame der Moschee, Abdallah Dliouah, sagte, der Mann habe "maghrebinische Wurzeln". Die Leitung der Moschee habe ihn nicht gekannt.

Der Vorfall ereignete sich am Nachmittag zwischen zwei Gebets-Versammlungen. Laut Dliouah waren zahlreiche Gläubige zu dem Zeitpunkt draußen. Insgesamt waren am Freitag rund 3000 Muslime in dem Gotteshaus. Die Moschee habe nie Drohungen erhalten, sagte Dliouah. Aus der Präfektur Drôme hieß es, die Moschee sei normalerweise "sehr ruhig". Auch Bürgermeister Daragon sprach von einer "moderaten und ruhigen" Moschee.

Daragon lobte den Einsatz der Soldaten. Auch Premierminister Manuel Valls und die Minister Le Drian und Cazeneuve würdigten die Soldaten und sprachen ihnen ihre Unterstützung aus. Die Militärangehörigen sind Teil des Anti-Terror-Einsatzes "Operation Sentinelle", mit dem unter anderem Bahnhöfe, Touristenattraktionen und andere exponierte Einrichtungen besonders geschützt werden.

Quelle: n-tv.de

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