Montag, 04. Januar 2010
Erhöhtes Sicherheitsbedürfnis: Mehr Kontrollen Richtung USA
USA-Reisende müssen ab heute schärfere Kontrollen an den Flughäfen über sich ergehen lassen. Handgepäck und Pässe werden eingehender begutachtet. Reisende aus terrorverdächtigen Ländern haben noch mehr zu erwarten. Hintergrund ist der vereitelte Anschlag von Detroit.Wie die amerikanische Flugsicherheitsbehörde (TSA) bekanntgab, gibt es für alle Passagiere beim Einchecken stichprobenartige Kontrollen ihres Handgepäcks oder verschärfte Passkontrollen. Reisende aus 14 terrorverdächtigen Ländern werden ausnahmslos in diesem Maße kontrolliert sowie vom Sicherheitspersonal abgetastet.
"Die neuen Richtlinien beinhalten langfristige Sicherheitsmaßnahmen, die in Zusammenarbeit mit unseren Justizbehörden sowie nationalen wie internationalen Partnern ausgearbeitet wurden", heißt es in der Erklärung der Flugsicherheitsbehörde. Sie seien fortan das normale Maß für alle Flugreisen in die USA.
Die Maßnahmen sollen die Flugsicherheit bedeutend erhöhen. Sie sollen regelmäßig überprüft werden. Sie betreffen vor allem Reisende aus Ländern, die auf einer schwarzen Liste des US-Außenministeriums stehen, weil sie verdächtigt werden, Terroristen zu beherbergen. Dazu zählen unter anderem Nigeria, Jemen oder Pakistan, aber auch Kuba, Iran, Sudan, Syrien, Afghanistan, Libyen und Somalia. Die komplette Liste ist bislang nicht veröffentlicht worden.
Reisende, die aus diesen Ländern kommen oder über diese Länder gereist sind, werden abgetastet und besonders gescreent. Außerdem wird ihr Gepäck eingehend untersucht. Alle anderen Passagiere sollen stichprobenartig überprüft werden. Für die Untersuchung des Handgepäcks würden neueste Technologien zur Ermittlung von Sprengstoffen angewendet, so die TSA.
Fehlalarm in New York
Und alle zurück zum Scannen. Am Terminal C war das Reisen kein Vergnügen.
(Foto: AP)
Ein Terminal des Flughafens Newark International nahe New York wurde am Sonntagabend aus Sicherheitsgründen abgeriegelt. Wie die US-Flugsicherheitsbehörde mitteilte, hatte zuvor ein Mann durch die Exit-Tür die Sperrzone betreten und dadurch einen Alarm ausgelöst. Alle Passagiere, die darauf warteten, ihre Flugzeuge zu besteigen, wurden daraufhin erneut gescannt. Die Flugabfertigung am Terminal C verzögerte sich dadurch zusätzlich zu den bereits durch eisige Winde bedingten Verspätungen. Die Flugsicherheitsbehörde hatte zuvor verschärfte Sicherheitsmaßnahmen angekündigt.
ppo/dpa/rts/AFP
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