Sonntag, 08. November 2009
Am Rande von Staatsdemo: Mehr als 100 Festnahmen im Iran
Bei den staatlichen Kundgebungen zum 30. Jahrestag der Besetzung der US-Botschaft sind im Iran mehr als 100 Menschen festgenommen worden. Ihnen werde Störung der öffentlichen Ordnung vorgeworfen, meldet die amtliche Nachrichtenagentur Irna.Von 109 Oppositionellen seien am Samstag noch 62 in Haft gewesen, so Irna. Bei der Demonstration am Mittwoch war es zu Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Anhängern von Oppositionsführer Mirhossein Mussawi gekommen. Die Revolutionsgaren und die mit ihnen verbündeten Basidsch-Milizen hatten die Opposition davor gewarnt, sich an der Kundgebung zu beteiligen.
Unter den Festgenommenen waren auch zwei Deutsche und ein Kanadier. Sie seien wieder auf freien Fuß gesetzt worden, sagte Teherans Generalstaatsanwalt Abbas Dschafari Dolatabadi. Der Ankläger teilte die Festnahme eines dänischen Studenten und eines für die Nachrichtenagentur AFP arbeitenden iranischen Journalisten mit. Der AFP-Reporter sei am Samstag freigelassen worden.
Seit dem Protesten gegen den Ausgang der Präsidentenwahl im Juni dürfen ausländische Medien nicht mehr über Demonstrationen berichten. Die Opposition wirft der Regierung vor, das Ergebnis der Wahl gefälscht zu haben.
rts
Hintergründe zur Nachricht
Politik
-
"Atomlobbyist im grünen Mäntelchen"
Röttgen im Kreuzfeuer
-
Ohrfeige für den Staat
Hartz-IV-Sätze verfassungswidrig
-
Streit im Block Timoschenko
Verwirrung in Kiew
-
Fragen und Antworten
Karlsruhe kippt Hartz-IV-Sätze
-
Mehr Soldaten zum Hindukusch
Neues Afghanistan-Mandat
-
Notizen auf der Hand
Palin macht sich zum Gespött
-
Erdbeben in China untersucht
Haftstrafe für Bürgerrechtler
-
Streit um Bankdaten
Fragen zu Swift
-
Besorgnis im Westen
Iran startet Uran-Anreicherung
-
In letzter Minute
Swift-Kompromiss möglich
-
Warnstreiks im öffentlichen Dienst
Flieger und Bahnen betroffen
-
Gesetz gegen Kinderpornografie
Löschen statt sperren

