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Beim Eingreifen des Militärs sollen alle Angreifer getötet worden sein.
Beim Eingreifen des Militärs sollen alle Angreifer getötet worden sein.(Foto: REUTERS)

Militär beendet Attentat in Pakistan: Mehrere Tote bei Angriff auf Universität

Der Angriff auf eine Universität nahe Peshawar ist mittlerweile beendet. Dabei kommen vermutlich mehr als 20 Menschen ums Leben. Noch ist unklar, wie viele Angreifer unter den Opfern sind. Die Lage vor Ort ist unübersichtlich.

Mutmaßliche islamistische Extremisten haben in Pakistan eine Universität nahe der Stadt Peshawar überfallen. Die Nachrichtenagenturen berichteten bislang über eine unterschiedliche Opferanzahl. Die Angaben reichen von mindestens acht bis zu 25 Toten. Noch ist unklar, wie viele davon Zivilisten und wie viele Attentäter sind. Unter den Opfern sollen Studenten, Wächter, ein Polizist, ein Professor und mehrere Angreifer sein. Außerdem wurden mindestens 50 Personen verletzt

Mittlerweile ist der Angriff auf die Universität Charsadda beendet. Dabei sollen alle Angreifer getötet worden sein. Zuvor hatte es andauernde Schusswechsel zwischen Militär und Angreifern gegeben. Nach ersten Erkenntnissen waren etwa ein halbes Dutzend Bewaffnete am Morgen gegen 9.30 Uhr (Ortszeit) auf den Campus vorgedrungen, wie der Sprecher der örtlichen Polizei, Rohullah Khan, sagte. Nähere Angaben über die Täter lagen zunächst nicht vor.

Die Provinz Khyber Pakhtunkhwa liegt im Nordwesten Pakistans und ist eine Hochburg islamistischer Taliban-Kämpfer. Der Vize-Kanzler der Universität, Fazl Rahim, berichtete Medien am Telefon, zum Zeitpunkt des Angriffs seien etwa 3000 Studenten auf dem Gelände  gewesen.

Im Dezember 2014 hatten Islamisten in einer Schule in Peshawar 136 Kinder massakriert. Die Tat wurde zum nationalen Trauma und zum Ausgangspunkt einer neuen Strategie gegen einige der militanten Gruppen im Land, vor allem gegen die verschiedenen Talibangruppen. Gegen sie begann das pakistanische Militär in 2015 große Offensiven. Jüngst berichtete die Armee, sie habe bisher mehr als 3500 Extremisten getötet.

Quelle: n-tv.de

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